Studien-, Ausbildungs- und KiTa-Gebühren, Leistungs- und Konkurrenzdruck, Einflussnahme der Wirtschaft auf Lehrinhalte und Studienstruktur – diese Entwicklungen in der deutschen Bildungslandschaft wollen die UnterstützerInnen des Bildungsstreiks 2009 nicht mehr hinnehmen.

Mit Sitzstreiks und anderen Aktionen werden SchülerInnen, StudentInnen und weitere UnterstützerInnen des bundesweiten Bündnisses von Montag bis Samstag, 15. – 20. Juni, auf ihr Anliegen aufmerksam machen.
Die Grüne Jugend NRW unterstützt den Bildungsstreik und ruft dazu auf, an den in NRW geplanten Demonstrationen, wie dem für Montag geplanten Sitzstreik vor der Staatskanzlei in Düsseldorf, teilzunehmen.
Bildungsgerechtigkeit ist Hauptanliegen der GJ NRW und hat Einfluss auf viele Beschlüsse genommen, die sich gegen die rückwärtsgewandte Schulpolitik der Landesregierung in NRW richten. So spricht sich die GJ NRW gegen die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems und die damit einhergehende Selektion aus. Statt aus der Schule einen Ort des Lebens und Lernens zu mache sorgen Instrumente wie Kopfnoten zu angepasstem Verhalten und behindern die freie charakterliche Entwicklung junger Menschen.
Im Bereich der Hochschulpolitik verschärfen Studiengebühren die soziale Auslese und machen Hochschulbildung zu einer Ware, die sich immer weniger Menschen leisten können. Gerade deshalb muss das Hochschulwesen dringend reformiert werden. Die Hauptursache für lange Studienzeiten sind in miserabler Studienberatung und unzureichender finanzieller Unterstützung zu finden.
Die Ungerechtigkeiten in der Bildungslandschaft und die strukturelle Unterfinanzierung sind nicht länger zu tolerieren. Darum finden in vielen Städten und Gemeinden Veranstaltungen zum Bildungsstreik statt. Einen Überblick sowie weitere Informationen darüber, den Streikaufruf und eine UnterstützerInnenliste findet ihr unter Opens external link in new windowwww.bildungsstreik2009.de.