Zur heutigen Abschaffung der Studiengebühren in NRW zum Wintersemester 2011/12 erklären Alexander Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW und Dr. Ruth Seidl MdL, hochschulpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion:
„Die schon lange überfällige Abschaffung der Studiengebühren in NRW ist nun endlich auf den Weg gebracht worden“ so Alexander Ringbeck: „Das ist für alle Studentinnen und Studenten ein Grund zum Jubeln. Die große Chance, Bildung nicht weiter zur Ware verkommen zu lassen und Zugangsbarrieren zum Studium abzubauen, ist zum Glück nicht vertan und der von CDU und FDP beschrittene Irrweg damit nun endgültig beendet worden. Es bleibt nun zu hoffen, dass von dieser Entscheidung im einwohnerstärksten Bundesland eine Signalwirkung ausgeht und die Studiengebühren bald bundesweit der Geschichte angehören werden! Besonders freuen wir uns darüber, dass außerparlamentarische Demokratie funktioniert hat und so die Bildungsstreiks der vorigen Jahre in NRW mit hunderttausenden Demonstrierenden Wirkung gezeigt haben“.

Hierzu Ruth Seidl MdL, hochschulpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion: „Nach zähem parlamentarischem Ringen ist die Debatte über die Frage von Bildungsgerechtigkeit und politischer Verantwortung zugunsten der Studierenden entschieden worden. Während CDU und FDP Hoteliers und Besserverdienende entlasten, wollen wir, dass Kinder und Jugendliche, deren Eltern weniger vermögend sind, an unserem Bildungssystem partizipieren können. Nach wie vor ist das deutsche Hochschulsystem so sozial selektiv wie kein anderes in der Welt, dabei sind wir – auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels – auf alle Talente aus allen Schichten der Bevölkerung angewiesen.“ Ringbeck weiter: „Die Kopfnoten wurden bereits abgeschafft, die Drittelparität ist wieder in der Schulkonferenz angekommen und jetzt wurden endlich die Studiengebühren abgeschafft! Dabei darf es aber nicht bleiben: Die GRÜNE JUGEND NRW fordert weitere Reformen für ein besseres und gerechteres Bildungssystem. Die Abschaffung der Studiengebühren ist nur ein nächster Schritt auf dem Weg in ein gerechtes Bildungssystem. Bildung als Menschenrecht darf keinem verwehrt bleiben!“