Ausstieg aus der Atomenergie jetzt!
“Im Zweifel für die Sicherheit“. Damit begründet die schwarz-gelbe Bundesregierung noch vor den wohl verheerenden Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan ihr rätselhaftes Moratorium, welches die Verlängerung der Restlaufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke nun zunächst für drei Monate stoppt, um die Sicherheitsstandards auf den Prüfstand zu stellen.

 

Alexander Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW: „Wenn die Bundesregierung ihren Ausspruch „Im Zweifel für die Sicherheit“ auch nur ein wenig ernst nehmen würde, würde sie spätestens nach den Vorfällen in Japan ihre verantwortungslose Atompolitik beenden und die Laufzeitverlängerung komplett zurücknehmen. Wer Sicherheit predigt und dann alte Schrottmeiler am Netz lässt, handelt widersprüchlich. So mutet das dreimonatige Moratorium kurz vor wichtige Landtagswahlen doch eher als ein politischer Winkelzug an, der einer hilflosen und überforderten Bundesregierung den Hals retten soll.“
Die gesellschaftlichen Widerstände dieser Tage gegen eine Technologie, die niemals zu 100% zu kontrollieren sein wird, zeigen einmal mehr, dass die Atomkanzlerin gegen den Willen der Bevölkerung handelt und bloß einseitige Lobbyinteressen zufrieden stellt. Atomenergie ist keine Brückenenergie, da die Alternativen in ihrer Entwicklung noch viel zu sehr vernachlässigt werden. Ein Zurück zur Atomenergie darf es nach dem dreimonatigen Moratorium nicht geben. Wenn doch, hätte die Bundesregierung auch ihre letzte Restglaubwürdigkeit verspielt. Die GRÜNE JUGND NRW fordert die Bundesregierung daher mit Nachdruck auf, zum von Rot-Grün ausgehandelten Atomkonsens zurückzukehren und die AKWs unverzüglich vom Netz zu nehmen.