Zum Weltfrauentag am 8. März macht die GRÜNE JUGEND NRW einmal mehr drauf aufmerksam, dass Frauenpolitik und -förderung immer noch ganz nach vorne auf die politische Agenda gehört.

„Frauen sind nicht nur tendenziell stärker von Armut und prekären Arbeitsverhältnissen betroffen, auch in Spitzenpositionen sind Frauen trotz gleicher Qualifikation immer noch eine absolute Seltenheit!“, kritisiert Sophie Karow, Sprecherin der  GRÜNEN JUGEND NRW. „Ein Blick in die nordrhein-westfälischen Spitzenunternehmen zeigt, dass allein in NRW ein riesiger Handlungsbedarf besteht! Weder im Vorstand bei Thyssen Krupp, noch bei E.ON oder der Metro Group sitzt eine Frau. Lediglich bei der Telekom, die sich das Ziel von 30% Frauen in oberen und mittleren Führungsetagen bis 2015 gesetzt hat, findet sich dann Eine. Es gibt also noch  jede Menge zu tun! Egal ob Wirtschaft, Politik oder Wissenschaft: Frauen sind unterrepräsentiert trotz hoher Qualifikation. Wir fordern von den Unternehmen, dass sie endlich aufhören mit den leeren Versprechen und Quoten einführen, an die sie sich auch halten!“

Alexander Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW, erklärt weiter: „Häufig wird übersehen, dass von unseren Forderungen nicht allein Frauen profitieren können! Wir betreiben Systemkritik: Eine geschlechtergerechtere Welt schafft mehr Freiräume für individuelle Entfaltung von allen Menschen, egal welchen Geschlechts und welcher sexueller Orientierung.
Das klassische Ernährermodell sollte zudem endlich  in die Schublade der Geschichte gelegt werden!  Besonders die derzeitige Bundesregierung muss endlich verstehen, dass Modelle wie die „Herdprämie“ aus einem anderen Jahrtausend stammen. Schluss mit Blockade der verbindlichen Quote und Schluss mit der Herdprämie! Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss für alle Elternteile gewährleistet sein!“

Die GRÜNE JUGEND NRW wird am Weltfrauentag in vielen Städten mit Aktionen und Ständen sowie im Internet auf die andauernden Missstände aufmerksam machen.