Heute, am 24. August, sollte das seit Monaten geplante Antifacamp in Dortmund starten. Auch die GRÜNE JUGEND NRW hatte zur Campteilnahme aufgerufen. Nun hat der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund Ullrich Sierau das Camp in letzter Sekunde doch nicht genehmigt.

Dazu erklärt Sophie Karow, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW: „Es war ausdrücklich ein strömungsübergreifendes Camp mit viel Raum für wichtige antifaschistische Bildungsarbeit geplant. Außerdem sollte es ein unmissverständliches Zeichen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und jegliche Diskriminierung im Vorfeld des Naziaufmarschs am 1. September setzen. Die GRÜNE JUGEND NRW hat kein Verständnis dafür, dass das Camp nicht genehmigt wurde, noch dazu so kurzfristig!“

Alexander Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt: „An einem Tag, der aus antifaschistischer Sicht mit dem Verbot der drei Neonazigruppierungen „Nationaler Widerstand Dortmund”, „Kameradschaft Hamm” und „Kameradschaft Aachener Land” äußerst positiv begann, ist es umso trauriger, dass politisch motivierte Sicherheitsbedenken ein solches Camp verhindern. Wir fordern die Stadt Dortmund auf, die geplanten Einzelveranstaltungen wie die Workshops zu ermöglichen! Zudem erneuern wir unseren Aufruf zur Gegendemonstration und den Gegenaktionen zum so genannten „Antikriegstag“ am 1.September!“