Erklärung zur Räumung des Hambacher Forsts

Heute morgen, am Dienstag den 13. November, hat die Polizei begonnen, den Hambacher Forst zu räumen. Seit Monaten hatten dort Aktivist*innen Bäume besetzt, um den Forst vor dem Abholzen zu retten. Forst und ganze Orte sollen für den Braunkohleabbau weichen.

Zur Räumung der Waldbesetzung im Hambacher Forst erklärt Johanna Jurczyk, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:
„Wir sind solidarisch mit den friedlichen Besetzer*innen des Hambacher Forsts, die dort Widerstand gegen die Zerstörung der Reste des ehemals größten Urwalds in Deutschland leisten. Wir lehnen die Versuche von RWE und der Polizei, die Besetzer*innen zu kriminalisieren, strikt ab. Dass die Polizei Pressefotograf*innen wegschickt und so die öffentliche und unabhängige Beobachtung des Polizeieinsatzes massiv behindert, verurteilen wir aufs schärfste.“

Sophie Karow, ebenfalls Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt:
„Wir teilen mit den Besetzer*innendas Ziel des Kohleausstiegs und der Beendigung des Braunkohleabbaus. Hier sehen wir die Landesregierung und die Grüne Bundestagsfraktion in der Pflicht, für eine Reform des Bergrechts zu kämpfen. Dieses Gesetz stellt die Profitgier von Konzernen über die Rechte von Anwohner*innen und ist mit der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nicht vereinbar; daher muss es dringend reformiert werden!“