Seit Wochen protestieren die Studierenden der Uni Siegen gegen die derzeitigen Studienbedingungen. Die Uni ist seit dem Wintersemester stark überlaufen und stößt an die Grenzen ihrer Raumkapazitäten. Gestern, am Mittwoch den 07.11. gipfelten die Proteste mit der Besetzung des Rektorats.

Dazu erklärt Sophie Karow, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW: „Die Uni Siegen ist nur eine von vielen Unis in NRW, die seit Beginn des Wintersemesters ein Kapazitätenproblem hat. An vielen Unis gibt es zu wenige Seminarangebote, überfüllte Hörsäle und Überbelegungen der Studiengänge. Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Doppelabiturjahrgang in NRW sogar erst nächstes Jahr kommt! Der Bund, die Länder und die Universitäten müssen jetzt schnell handeln und ihre Kapazitäten erweitern, um nicht nur auf dem Papier mehr Studienplätze anbieten zu können. Die Universitätsverwaltungen müssen ihre verkrusteten und trägen Strukturen überdenken, damit sie auch bei Semesterbeginn handlungsfähig sein können! Aber auch bei der Hochschulfinanzierung muss sich einiges ändern – Schluss mit dem Kooperationsverbot!

„Wir unterstützen zahlreiche Forderungen der protestierenden Student*innen!“ erklärt Alexander Ringbeck, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW. „Wir fordern gemeinsam mit den Student*innen der Universität Siegen die Universitätsverwaltung dazu auf, ihren Finanzhaushalt offenzulegen, um einen transparenteren Umgang mit den Universitätsfinanzen sicherzustellen.
Die Unis dürfen sich nicht nur im Alleingang mit Prestigeprojekten beschäftigen, zum Beispiel der Exzellenzinitiative. Die Lehre darf nicht zur Nebenbeschäftigung der Forschenden werden. Auch die Forderungen nach Abschaffung der Hochschulräte unterstützen wir mit Nachdruck. Es wird Zeit für die Novellierung des Hochschulgesetzes NRW!“