Montag:

Heute steht eher wenig Lavoarbeit an. Zudem habe ich Besuch von einem guten Freund der aber in Jena studiert und den ich deswegen leider selten sehe. So habe ich nur eine Mail an die AK-Koordinierenden formuliert und diese Mail mit Max, der mit mir zusammen für die AKs zuständig ist abgestimmt.

 

Dienstag:

Am Dienstag verschickte ich die Mail an die AK-Koordinierenden, nachdem Max der Mail zugestimmt hatte. Den Rest des Tages machte ich dann frei und habe das schöne Wetter genossen. Auch das darf mal sein.

 

Mittwoch:

Heute geht es los zum Zeitmanagement-Seminar der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) in Einschlingen. Jede*r im Lavo darf ein Seminar der HBS besuchen um sich für die Lavo-Arbeit fortzubilden. Ich hab mich für das Zeitmanagement-Seminar entschieden, da ich oft den Eindruck habe, dass ich in der Zeit die ich habe mit weniger Stress mehr machen könnte. Im Zug treffe ich mich mit Sophie die ebenfalls zu dem Seminar fährt.

Als wir in Einschlingen ankommen geht das Seminar auch direkt los. Ich hatte die Befürchtung, dass auf dem Seminar vor allem recht bürokratische Methoden der Zeiteinteilung vermittelt werden, die mir wahrscheinlich wenig bringen, da ich an Bürokratie keinen Spaß habe und bei Dingen die mir nicht gefallen sehr faul sein kann. Doch ich bin positiv überrascht. Im Seminar geht es viel darum sich die eigenen Ziele und was mir wichtig ist bewusst zu machen.

 

Donnerstag:

weiter geht es mit dem Seminar. Heute lerne ich viel über Verschieberitis und was ich dagegen tun kann. Ich glaube das bringt mich tatsächlich weiter. Neben dem Seminar verfasse ich eine Pressemitteilung zum Fukushima Jahrestag (11.3.). Diesen Entwurf schicke ich dann an die Lavo-Liste, damit die anderen an dem Entwurf weiterarbeiten und ihre Ideen einbringen können. Abends steht dann wie in jeder Woche um 21:00 Uhr unsere Telefonkonferenz an. Da einige Lavos im Ausland im Urlaub sind, machen wir die TK dieses mal per Skype um Telefonkosten zu sparen. In der Tk geht es unter anderem um das Green Trainee Programm, um das Buvo-Lavo-Treffen und um das Junge Frauen Programm. Außerdem ist spontan noch ein weiterer Punkt auf die Tagesordnung gekommen: Die Grüne Ratsfraktion in Köln unterstützt eine Resolution, in der gefordert wird „auf deutscher wie auch auf europäischer Ebene Rahmenbedingungen zu schaffen, die diese Migration deutlich reduzieren“ Das geht natürlich überhaupt nicht. Wir überlegen nun wie wir am Besten damit umgehen: Sollen wir direkt einen offenen Brief verfassen, oder lieber erstmal mit den Kölner*innen reden und uns näher mit der Situation vor Ort auseinander setzen? Wir beschließen zunächst die Grünen vor Ort zu kontaktieren.

 

Freitag:

Das Seminar geht zu Ende ich habe viel gelernt, was mir hoffentlich helfen wird die Lavo-Arbeit besser zu organisieren und so mehr Zeit für mich zu haben und gleichzeitig mehr Projekte für die Grüne Jugend machen zu können. Daneben gibt es Neuigkeiten aus Köln. Wir beschließen nun einen Brief an die Ratsfraktion zu schreiben, damit wollen wir deutlich machen, dass wir die Zustimmung zur oben genannten Resolution in dieser Form ablehnen. Der Satz „Der Rat appelliert daher eindringlich an die Bundesregierung, auf deutscher wie auch auf europäischer Ebene Rahmenbedingungen zu schaffen, die diese Migration deutlich reduzieren“ muss unserer Meinung nach auf jeden Fall aus der Resolution gestrichen werden.

Nach dem Seminar setze ich mich in den Zug (übrigens mein liebster Platz für das verfassen längerer Texte) und fahre nach Dortmund um morgen mit einem Freund zusammen nach Gronau zur Anti-Atom-Demo zu fahren.

 

Samstag:

Heute geht es zur Anti-Atom-Demo nach Gronau. Am Bahnhof steigen wir in den Shuttlebus zur Urananreicherungsanlage (UAA) von Urenco. Von hier aus geht es dann nach der Auftaktkundgebung einmal auf die Rückseite der UAA, dort gibt es eine kleinere Kundgebung anschließend laufen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dort gibt es dann noch eine Abschlusskundgebung. Mir ist der Ausstieg aus der Atom- und Kohlekraft sehr wichtig, da beides Irrwege sind die einer ökologisch vertretbaren Energieversorgung im Weg stehen und große Gefahren für die Lebewesen auf unserer Erde darstellen.

Nachdem wir kräftig durchgefroren sind geht es für mich zurück nach Mechernich in der Eifel. Dort angekommen bearbeite ich noch die Lavomails, die im Laufe des Tages angekommen sind.

 

Sonntag:

Von Mechernich geht es jetzt wieder nach Aachen wo ich am Ratsbürgerentscheid über die Campusbahn teilnehmen werden. Nachdem das erledigt ist schalte ich noch die eingereichten Anträge frei und bearbeite die Mails auf der Lavo-Liste. Außerdem habe ich heute sehr viel geschafft. Das Zeitmanagement-Seminar zeigt also Wirkung.

Das war meine Woche im Lavo. Es gibt Wochen, in denen noch deutlich mehr zu tun ist, aber es gibt auch Wochen in denen weniger ansteht. Wenn ihr noch mehr Fragen oder Ideen zur Lavoarbeit habt, schreibt mir einfach eine Mail oder eine Nachricht über das Wurzelwerk. Nächste Woche könnt ihr einen Beitrag von Firat lesen und erfahrt unter anderem wie eine LMV aus der Lavoperspektive aussieht.