Zum diesjährigen 1. Mai, dem Tag der Arbeit erklärt Sophie Karow, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Erwerbsarbeit hat sich in den letzten Jahren stark verändert – es gibt immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse und immer mehr Menschen sind im Niedriglohnsektor oder bei Leiharbeitsfirmen angestellt. Befristete Verträge genauso wie die ständige Bereitschaft zu unbezahlten Überstunden sind zur Regel geworden. Noch immer ist die Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Berufswelt enorm.
Während der Druck in der Arbeitswelt ständig steigt und die Weltgesundheitsorganisation beruflichen Stress als eine der größten Gefahren der Gegenwart bewertet, schwinden die Chancen auf „gute Arbeit“ für kommende Generationen.

Die GRÜNE JUGEND NRW fordert daher einen deutlichen Paradigmenwechsel in der Erwerbsarbeit: der Mensch und seine Bedürfnisse müssen im Mittelpunkt stehen!

Johanna Jurczyk, ebenfalls Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt:

„Der Wunsch nach Veränderung macht dabei nicht an Grenzen halt, sondern verbindet die Menschen in Europa und weltweit. Am 1. Mai werden wieder Hunderttausende für die Rechte von Arbeitnehmer*innen auf die Straße gehen. Diesen Protest begrüßen wir.

Die dramatisch zunehmenden Arbeitslosenzahlen, der Sozialabbau und die steigende Verarmung in verschiedenen Ländern sind für uns ein alarmierendes Signal. Für uns steht fest, die Profiteur*innen der Krise müssen endlich für die von ihnen verursachten Schäden haften und ihren Teil zur Bewältigung der inzwischen zur sozialen Krise gewordenen Entwicklung beitragen. Für ein soziales Europa und Solidarität weltweit!

Wir kritisieren ausdrücklich die Instrumentalisierung des „Tag der Arbeit“ von rechten Parteien und Kameradschaften. Wir solidarisieren uns mit allen friedlichen Protesten und Blockaden gegen Naziaufmärsche am heutigen 1. Mai!“