Im Zuge des erneut eröffneten Prozesses gegen den Kölner Menschenrechtler Doğan Akhanlı solidarisieren sich die Grüne Jugend NRW und die Grüne Jugend Köln mit Doğan Akhanlı, seiner Familie und seinen Freund*innen.

Dazu leitet Daniela Wüster, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND KÖLN, ein:

„Der türkischstämmige Kölner Schriftsteller und deutsche Staatsbürger Doğan Akhanlı wurde im August 2010 am Flughafen in Istanbul, mit dem Vorwurf er sei im Oktober 1989 an einem Raubüberfall auf eine Istanbuler Wechselstube beteiligt gewesen, bei dem ein Mensch getötet wurde, verhaftet. Von diesem Vorwurf des Raubmordes wurde er jedoch schon im ersten Gerichtsverfahren am 12. Oktober 2011 von einem Istanbuler Strafgericht freigesprochen.

 

Trotz des Freispruches bestand das Revisionsgericht auf Doğan Akhanlıs Verurteilung.

Doğan Akhanlı genießt auch im 2. Verfahren von der GRÜNEN JUGEND KÖLN vollste Unterstützung!“

 

Sebastian Klick, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW, führt fort:

„Wir werten es als reine Schikane, dass der Kölner Menschenrechtler Dogan Akhanli, der u.a. für eine offene Aufarbeitung des Genozides an Armenier*innen steht, sich erneut in einem politisch motivierten Verfahren verantworten soll, obwohl in diesem Fall bereits ein Urteil gefällt wurde und keine neuen Informationen vorliegen.

Mit dem ausgesetzten internationalen Haftbefehl wird diese Schikane auf ihren Höhepunkt gebracht!

 

Die Fortschritte, die die Türkei in den letzten Jahren im Bereich der Rechtsstaatlichkeit gemacht hat, werden nun scheinbar im Rekordtempo abgebaut. Sei es das gewaltsame Vorgehen gegen die Demonstrant*innen im Gezi-Park oder anderswo, oder politisch motivierte Gerichtsprozesse wie der gegen Doğan Akhanlı, sind Beispiele dafür. Hier ist auch die Europäische Union gefragt. Sie muss gegenüber der türkischen Regierung deutlich machen, dass ein Rechtsstaat für einen EU-Beitritt der Türkei essenziell ist.“