Der Verwaltungsrat des Verkehrsbundes Rhein-Ruhr (VRR) hat in seiner Sitzung am 27.06.2014 beschlossen, dass die Preise für alle Tickets zum kommenden Jahr erhöht werden sollen.

Doch damit nicht genug: Studierende sollen nicht nur die normalen Erhöhungen zahlen, sondern zusätzlich noch eine weitere Erhöhung hinnehmen.
Im vergangenen Jahr hatte der VRR bereits versucht, die Preise für das Semesterticket deutlich zu erhöhen. Das konnte durch massive Proteste verhindert werden.
Dieses Mal wird argumentiert, dass das VRR-Semesterticket im Vergleich zu Tickets für Auszubildende zu günstig sei und so ein Gerechtigkeitsdefizit bestehe. Dabei scheint es doch viel logischer, auch Auszubildenden günstigere und sozialverträgliche Tickets zur Verfügung zu stellen.
Der VRR-Verwaltungsrat entschied in seiner Sitzung einstimmig den Allgemeinen Studierendenausschüssen (ASten) im VRR das ”Angebot” zu machen, künftig eine bis 2020 gestreckte Preiserhöhung von bis zu 50% mitzutragen.
Deshalb fordert die Grüne Jugend NRW die Grüne Fraktion im Verwaltungsrat des VRR auf, das Solidarprinzip des Semestertickets nicht zu gefährden und das grüne Ziel einer sozialen Ticketgestaltung im Blick zu behalten.
Die Grüne Jugend NRW appelliert an alle grünen kommunalpolitisch Verantwortlichen, künftig nur noch Politiker*innen in den Verwaltungsrat des VRR zu entsenden, die ein echtes Interesse an solidarischen und sozialverträglichen Ticketpreisen haben.
In diesem Zuge regt die Grüne Jugend NRW eine Strukturreform des VRR an. So ist es unter anderem unverständlich, wieso die Themen Tarif und Marketing in einem Ausschuss diskutiert werden. Unter einer politisch gelenkten Tarifausgestaltung, sollte nicht verstanden werden, wie nicht sozialverträgliche Preisanpassungen vermarktet werden können.

 

Beschlussfassung der Landesmitgliederversammlung vom 28./29. Juni 2014 in Mönchengladbach