In den letzten 40 Jahren hat sich die Fangkapazität der Fischerei verdoppelt. Der Großteil der kommerziell genutzten Fischbestände (etwa 85%) ist überfischt oder gar ausgeschöpft. Thunfisch und Kabeljau werden so sehr überfischt, dass diese Tierarten vom Aussterben bedroht sind. Auch die Meeresverschmutzung führt immer wieder zu ökologischen Katastrophen.
Das Ökosystem Meer ist unglaublich wichtig für Umwelt und Mensch. Es ist der Lebensraum von unzähligen, zum Großteil unerforschten Lebewesen. Pflanzen, Fische und vieles mehr tummeln sich dort. Auch der Mensch profitiert, da das Meer Nahrung bedeutet. Weiterhin fungieren die Pole als Klimaanlage der Erde.

Doch all dies vergisst man schnell. Um den unendlich großen Hunger des Menschen zu stillen, wird alles gefangen, was die riesigen Fischernetze fangen können. Trawler zerstören Lebensraum, die Korallenriffe, und es gibt viel Beifang, welcher nicht verarbeitet werden kann.

Auch durch Chemikalien, Plastik und Öl wird die Artenvielfalt des Meeres geschädigt. Fische und Pflanzen ersticken, bleiben hängen und verkleben. Auf Grund von Sandabbau wird Sediment aufgewirbelt, welches zum Ersticken führt.

Durch Unterwasserlärm wird die Orientierung von Meeresbewohnern gestört.

Die Polkappen schmelzen. Am Nordpol verlieren viele Lebewesen ihre Heimat und die „Klimaanlage“ der Erde verliert an Wirkung.

 

Der Mensch tut sich hiermit keinen Gefallen. Denn ökologisch gesehen sind die tragischen Eingriffe im Meer katastrophal. Die Umwelt wird nicht nur zerstört, sondern auch eine Nahrungsgrundlage des Menschen ausgerottet.

Aber auch ökonomisch gesehen ist dies äußerst fragwürdig. Denn nachhaltig ist es nicht!

Wenn die Fischbestände bald kaum noch existent sind, ist die Fischerei schlichtweg unmöglich. Viele Menschen verlieren ihren Job. Dieser Wirtschaftszweig wird komplett wegfallen.
Eine einfache, jedoch effektive Lösung: Meeresschutzgebiete!

Durch flächendeckende Schutzgebiete kann sich das Ökosystem Meer erholen. Pflanzen und Kleintiere enden nicht mehr als Beifang. Fischbestände können sich erholen und Meeresverschmutzung durch Ölpannen wird ebenfalls reduziert.

Die Ökonomie profitiert hierbei ebenfalls. Langfristig wird die Fischerei und somit Jobs erhalten. Die erholten Fischbestände führen dazu, dass das Angebot nicht weiter schrumpft. Da Fische aus den Schutzgebieten heraus schwimmen, ist der Fischfang ebenfalls gesichert. Umso mehr Fischbestand es gibt, umso mehr kann auch gefangen werden.

 

1992 wurde die FFH-Richtlinie einstimmig von allen EU Staaten verabschiedet. In dieser geht es um den Erhalt von Tieren, Pflanzen und natürlichen Lebensräumen.

Doch nur 1-3 Prozent der Weltmeere stehen unter Schutz. Deutschland hat einige deutsche Gebiete zu Schutzgebieten erklärt. Doch trotzdem wird bei der Zerstörung durch Bodenfangnetze und anderen Eingriffen oftmals weg geschaut.
Ziel und Aufgabe der Grünen Jugend sollte es sein, diese Schutzgebiete durchzusetzen und Druck auf die Politik auszuüben. Weiterhin muss das Ziel des europäisch-grünen Verbunds sein, dass die europäischen Länder sich der Aufgabe endlich stellen. Denn sie alle haben die FFH-Richtlinie auf den Weg gebracht und bis Heute missachtet.

 

von Iris Kimizoglu