Anlässlich der Berichte über die eskalierte Landesvollversammlung (LVV) der Linksjugend NRW am vergangenen Wochenende erklärt Sebastian Klick, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW:

„Wir sind schockiert über die Augenzeug*innenberichte und Kommentare in sozialen Netzwerke bezüglich der LVV der Linksjugend NRW. Das Bundesschiedsgericht der Linksjugend hat nun den neugewählten Landessprecher*innenrat als vorläufig ungültig erklärt. Dieser wurde durch Stalinist*innen eigenmächtig vergrößert und besetzt. Die Diskussionen auf der LVV liefen außer Kontrolle, selbst Gewaltdrohungen wurden ausgesprochen! Die Wahlen fanden dann nur mit wenigen anwesenden Mitgliedern statt, da andere aus Protest abgereist waren. Diese Entwicklung verurteilen wir zutiefst. Wir stehen an der Seite derer, die für eine demokratische und emanzipatorische Linksjugend und gegen den Stalinismus kämpfen.“

 

Lisa-Marie Friede, ebenfalls Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt:

„Schon seit längerer Zeit verfolgen wir mit Entsetzen die Fehltritte der Linksjugend NRW. So wurde beispielsweise das Bestreben einiger Linksjugend NRW Mitglieder, eine LAK Shalom in NRW zu gründen, durch andere gewaltsam verhindert, woran Mitglieder der Linksjugend maßgeblich beteiligt gewesen sein sollen. Seitdem fehlt eine klare Distanzierung vom Antisemitismus innerhalb des Verbandes! Stattdessen wird dieser weiter geschürt, so auch auf der letzten LVV durch die Annahme eines Antrags zur Distanzierung vom BAK Shalom. Es ist schockierend, dass eine Steigerung des Antisemitismus innerhalb des Verbandes überhaupt noch möglich ist. Kritik am israelischen Militär und der Regierung darf nicht für Hass auf jüdische Menschen und Antizionismus instrumentalisiert werden! Wir stellen uns jedem Antisemitismus entschieden entgegen!“