Kohlebagger

 

Am Samstag, 15.8 finden im Rheinland eine Baggerbesetzungsaktion des Bündnisses “Ende Gelände” und weitere Demos gegen den Braunkohleabbau statt. Die GRÜNE JUGEND ist Teil dieses Bündnisses, unterstützt die Forderungen und nimmt an der Besetzung teil.

Theresa Kalmer, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, erklärt:
“Braunkohle ist der mit Abstand schmutzigste Energieträger, der in Deutschland genutzt wird. Beim Abbau werden Radioaktivität und Feinstaub, bei der Verbrennung werden Unmengen an CO2 und Quecksilber freigesetzt. Die Nutzung von Braunkohle ist schlicht unverantwortlich. Diese ineffiziente und schmutzige Praxis muss ein Ende haben. Wenn die Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbare wirklich gelingen soll, ist ein schnellstmöglicher Braunkohleausstieg unumgänglich. Wir unterstützen deswegen zivilen Ungehorsam gegen Braunkohleabbau. Die Nutzung von Braunkohle und die damit einhergehenden Folgeschäden müssen gesamtgesellschaftliches Thema werden, damit Druck auf die Bundes- und Landesregierungen für einen Braunkohleausstieg ausgeübt werden kann. Dabei ist klar, dass der Braunkohleausstieg nur mit den Betroffenen vor Ort umgesetzt werden kann. Es ist deswegen an der Zeit, gemeinsam mit der zuständigen Gewerkschaft IGBCE Pläne für den Übergang und den Ausstieg aus der Braunkohle zu erarbeiten. Zudem braucht es endlich genaue Ideen, wie ein Strukturwandel in der Lausitz und im Rheinland genau vonstatten gehen kann. Wir fordern die Grünen auf, ihre Tatenlosigkeit in dem Bereich zu beeden und sich diesem Thema endlich anzunehmen.”

Sebastian Klick, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW ergänzt:
“Der weitere Abbau von Braunkohle ist energiepolitisch nicht notwendig. Klimapolitisch ist dagegen ein Ausstieg aus der Kohle dringend erforderlich. Deswegen müssen der Bund und das Land NRW gemeinsam den Kohleausstieg einleiten. Wir erwarten von der rot-grünen Landesregierung ein ambitioniertes Vorgehen. Hannelore Kraft muss sich dabei klar gegen die Kohlefans in der SPD-Fraktion positionieren.
Zu einem Ausstieg aus der Kohle gehört für uns auch ein Strukturwandel in den betroffenen Regionen, der den Menschen dort neue Perspektiven bietet. Insbesondere muss Schluss sein mit der Umsiedlung ganzer Dörfer. Es ist unvorstellbar, dass die Menschen im rheinischen Revier immer noch um die Zukunft ihrer Orte bangen müssen. Kein weiteres Dorf darf dem Tagebau geopfert werden.”