Für den Abbau von konventionellem Palmöl werden vor allem in  Indonesien und Malaysia große Flächen Regenwälder abgeholzt, um Platz für  Plantagen zu schaffen. Es wird geschätzt, dass in Asien nur noch etwa  30% der ursprünglichen Regenwaldflächen übrig geblieben sind.1 Dies schafft nicht nur Monokulturen2,  die die Artenvielfalt in den betroffenen Gebieten gefährden, sondern  zerstört auch den Lebensraum vieler Tierarten komplett, unter anderem  den der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans,Tigern und Waldnashörner.  Weiterhin werden für die Bepflanzung mit Ölpalmen tausende Hektar  Torfmoorböden trocken gelegt. Diese Torfmoorböden fungieren jedoch als  riesige CO2-Speicher, CO2, welches beid er Trockenlegung freigesetzt  wird.3  Es wird geschätzt, dass die Gewinnung von Palmöl in Indonesien für bis  zu 86% von Indonesiens CO2-Ausstoß verantwortlich ist. Auch für die in  den betroffenen Regenwaldgebieten lebenden Menschen hat der  konventionelle Anbau von Palmöl negative Konsequenzen, da sie zum Teil  vertrieben werden, oder auf Grund des schwindenden Regenwaldes ihre  Lebensgrundlage verlieren, um Platz für Palmölplantagen zu schaffen.4 Außerdem vergiftet der Einsatz starker Pestizide vor Ort das Grundwasser und damit auch die dort lebende Bevölkerung.5 Deutschland importiert fast eine Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr,6 wir wollen jedoch kein Teil dieser lebensvernichtenden Industrie sein.
Daher verzichtet die GRÜNE JUGEND NRW auf allen Veranstaltung nach  Möglichkeit auf palmölhaltige Produkte. Für den Fall, dass dies nicht  möglich ist, sollen ausschließlich Produkte mit Palmöl aus nachweislich  nachhaltigen Quellen konsumiert werden. Auch Produkte mit dem Gütesiegel  des RSPO7  sollen nach Möglichkeit vermieden werden, da es kein ausreichender  Nachweis von nachhaltiger Herstellung sondern vielmehr ein  Greenwashing-Projekt ist.
Beschlossen von der Landesmitgliederversammlung am 7./8. November 2015 in Dortmund.