Die GRÜNE JUGEND NRW fordert das Ende sämtlicher Pläne, in NRW unkonventionell Erdgas zu fördern. Insbesondere fordern wir BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Hamm auf, sich im Rat der Stadt Hamm dafür einzusetzen, dass das städtische Unternehmen HammGas seine Aktivitäten auf diesem Gebiet und seine Pläne, im Münsterland nach Erdgas zu bohren, einstellt. Insbesondere sollte dies nicht mit Grüner Unterstützung geschehen. Wir fordern die Abkehr von dieser Methode, Energie zu gewinnen, auch, da diese nicht mehr zeitgemäß ist.

Begründung

Unkonventionelles Gasbohren im Münsterland wird als Brückentechnologie aus mehreren Gründen nicht funktionieren:

1. Die Erdgasvorkommen, die tatsächlich erschlossen werden könnten, sind dazu zu gering, was das Projekt auch unwirtschaftlich macht

2. Es droht eine Industrialisierung der klassischen Münsterländer Parklandschaft. Die Förderung von Erdgas würde einen enormen Flächenverbrauch bedeuten und die Versiegelung zahlreicher bisheriger Grünflächen nach sich ziehen

3. Das Auftreten von Mikrobeben, die die Bausubstanz gefährden können, wird selbst von der Bundesregierung als „wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich“ eingeschätzt.

4. Ist es so gut wie unmöglich, effektiv auf kommunaler Ebene oder über Demonstrationen gegen die Erdgasförderung vorzugehen, wenn dies mit Grüner Unterstützung geschieht.

Dabei handelt es sich übrigens auch um die Meinung, die von den Kreisverbänden Warendorf und Coesfeld der GRÜNEN sowie den lokalen Bürgerinitiativen gegen Gasbohren geteilt wird. Deshalb sollten auch wir als GRÜNE JUGEND klar Stellung dazu beziehen.

Dieser Beschluss wurde am 13. März 2016 auf der Landesmitgliederversammlung in Velbert gefasst.