Wir nehmen bedauernd zur Kenntnis, dass sich eine knappe Mehrheit der britischen Bevölkerung gegen den Verbleib in der Europäischen Union entschieden hat. Diese Entscheidung erkennen wir an. Allerdings hat die britische Jugend ein klares Signal pro Europa gesetzt, indem sie als einzige Generation mit großer Mehrheit für den Verbleib in der EU gestimmt hat. Auch wir wollen für die Zukunft der EU kämpfen.

Als Junge Europäische Föderalisten, JungsozialistInnen, Junge Union, Grüne Jugend und Junge Liberale in NRW sind wir uns einig: Für die verbleibende Europäische Union ist jetzt die Zeit gekommen, um über grundlegende europapolitische Fragen nachzudenken, die EU weiterzuentwickeln und die gemeinsame Zusammenarbeit zu intensivieren, ohne dabei das Subsidiaritätsprinzip aufzugeben. Europa darf jetzt nicht resignieren, sondern muss dieser Situation mit Mut und Zuversicht begegnen!

Wir dürfen das Referendum im Vereinigten Königreich nicht als Beginn des Zerfalls der EU sehen, sondern müssen es nutzen, um über Partei- und Ländergrenzen hinweg gemeinsame europäische Projekte auf den Weg zu bringen. Auf transnationale Herausforderungen können nationalstaatliche Alleingänge keine Antwort sein.

Wir müssen die europäische Bevölkerung bei diesem Prozess von Beginn an mit einbinden, um eine neue Verbindung der Menschen mit dem europäischen Projekt zu schaffen. So muss auch der Intergouvernementalismus, der durch den Europäischen Rat betrieben wird, zu Gunsten des direkt gewählten Europäischen Parlaments abgebaut werden. Damit wird die Stimme der europäischen Bevölkerung gestärkt.

Wir – stellvertretend für die junge Generation – stehen über Parteigrenzen hinweg hinter der Idee eines in Vielfalt geeinten, gemeinsamen, friedlichen und demokratischen Europas.

 

Für ihre Organisationen unterzeichnen:

 

  • Florian Braun, Landesvorsitzender Junge Union NRW
  • Frederick Cordes, Landesvorsitzender NRW Jusos
  • Moritz Körner, Landesvorsitzender Junge Liberale NRW
  • Julia Wenzel & Max Lucks, Landessprecher*innen Grüne Jugend NRW
  • Markus Thürmann, Landesvorsitzender Junge Europäische Föderalisten NRW