Zu der Räumung von zwei Häusern in Marxloh erklärt Jule Wenzel, Sprecherin der Grünen Jugend NRW:

“Wenn Menschen ohne Vorwarnung, je nach Darstellung mit maximal vier Stunden Vorlaufzeit, auf die Straße gesetzt werden, ist das eine Art rabiaten Vorgehens, welches wir nicht nachvollziehen können. Die Stadt Duisburg hat bereits in der Vergangenheit, von Roma bewohnte Häuser geräumt, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie es für die betroffenen Menschen weitergehen soll. Eine Notunterkunft für wenige Tage ist dabei nicht mal im Ansatz ausreichend, um Menschen, die wegen ihrer Herkunft auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert werden, eine echte Chance auf eine neue Wohnung zu geben. Ein Vorgehen gegen Vermieter*innen von Schrottimmobilien ist richtig, darf dabei aber nicht auf dem Rücken der Roma ausgetragen werden, die von ihnen betroffen sind!”

Max Lucks, Sprecher der Grünen Jugend NRW, ergänzt:

“Das Wohnungsaufsichtsgesetz Nordrhein-Westfalen soll eigentlich sicherstellen, dass Menschen zu guten Wohnbedingungen untergebracht werden. Stattdessen wird es hier dazu eingesetzt, Menschen aus ihren Wohnungen zu werfen. Würde man die Sicherheit der Menschen tatsächlich ernst nehmen, hätte man frühzeitig gemeinsam mit den Bewohner*innen des Hauses nach einer guten Alternative gesucht. Wir fordern die Stadtverwaltungen in NRW auf , insbesondere die Stadt Duisburg, das Wohnaufsichtsgesetz im Sinne aller Einwohner*innen der Stadt anzuwenden und nicht nur derjenigen mit deutschem Pass.”