Racial Profiling ist keine Lösung!

Zum Polizeieinsatz am Kölner Hauptbahnhofsplatz in der Silvesternacht kommentiert Moritz Heuberger, Bundessprecher der GRÜNEN JUGEND:
„Wir sind froh, dass es in diesem Jahr nicht zu Übergriffen und sexualisierter Gewalt in Köln kam. Im Zuge des dortigen Polizeieinsatzes wurden jedoch Menschen allein aufgrund des Aussehens und der dadurch vermuteten ethnischen Zugehörigkeit unterschiedlich behandelt und in ihren Rechten verletzt. Dieses Vorgehen der Polizei bei den Kontrollen war nicht verhältnismäßig und verstößt gegen den grundgesetzlich festgelegten Gleichheitsgrundsatz. Sicherheit durch Diskriminierung zu erzwingen, ist der falsche Weg. Wir lehnen das rassistische Racial Profiling ab und fordern Polizei und Innenministerium auf, sich von solchen diskriminierenden Praktiken zu distanzieren und diese in Zukunft zu unterlassen.”

Julia Wenzel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND NRW, ergänzt:
„Vor dem Hintergrund der hunderten sexualisierten Übergriffe im letzten Jahr  war die erhöhte Polizeipräsenz richtig, um eine Wiederholung dieser schrecklichen Vorfälle zu verhindern. Die Verwendung des entschmenschlichenden Wortes „Nafri“ als Bezeichnung für aus Nordafrika stammende Personen zeugt aber von mangelndem Bewusstsein gegenüber institutionellem Rassismus innerhalb der Polizei. Wir fordern daher entsprechende Sensibilisierungsmaßnahmen bei den Aus- und Weiterbildungen von Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig zeigt die anschließende Diskussion in den Sozialen Medien, wie tief rassistisches Denken alle Teile der Gesellschaft durchdringt. Wir stellen uns klar gegen Pauschalverurteilungen und jede Form des rassistischen Gedankenguts.”