Es wirkt wie ein bizarres Zombie-Auferstehungsritual: Man glaubt nicht wirklich, dass Studiengebühren kommen, aber ein bisschen Angst davor hat man schon. Die FDP in NRW hat heute mit einem Antrag im Landtag versucht, längst totgeglaubte Gesetzgebung zurückzuholen. Die GRÜNE JUGEND NRW hat mit Zehntausenden gegen die Studiengebühren unter der schwarz-gelben Landesregierung gekämpft. Nichtmal ein Jahr nach der Regierungsübernahme brachte Rot-Grün die Abschaffung auf den Weg. Die FDP hat nun die GRÜNE JUGEND NRW erneut gegen sich bei ihrem Versuch die Bildungsungerechtigkeit wiederzubeleben.

Dazu erklärt Sprecherin Julia Wenzel: “Studiengebühren, egal ob unverzüglich oder nachgelagert, errichten ungerechte und unsolidarische Hürden. Gerade Schulabgänger*innen, deren Eltern keinen akademischen Abschluss in der Tasche haben, werden schon durch die Androhung von Schulden von einem Studium abgeschreckt. Und wer kann es ihnen verdenken? – Gerechtigkeit sieht anders aus!”

Sprecher Max Lucks ergänzt: “Die rot-grüne Landesregierung hat in NRW den Haushaltsposten für Wissenschaft und Innovation auf ein Rekordhoch gebracht. Sie tat das in dem Wissen, dass von Bildung die gesamte Gesellschaft profitiert. Denn wir brauchen mehr und nicht weniger gut ausgebildete junge Menschen. Wer Innovation und Fortschritt will, darf die Verantwortung dafür nicht durch Studiengebühren oder auch Lehrgelder auf die Studierenden und Auszubildenden abwälzen. Wir bleiben dabei: Der Zugang zu Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen!”