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Auf zum revolutionären 1. Mai!

1. Mai 2007

Auf zum revolutionären 1. Mai!

Geschichte und aktuelle Aktionen

Kampftag der ArbeiterInnenbewegung, Straßenschlachten in Kreuzberg oder einfach Maifeiertag. Der 1. Mai ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Staaten. In Nordrhein- Westfalen gilt er offiziell als „Tag des Bekenntnisses zu Freiheit, Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde." Doch genau hier nutzen auch Nazis dieses Datum für ihre Propaganda:


Hitler ließ den 1. Mai, den traditionellen Tag der ArbeiterInnenbewegung, zum "Tag der nationalen Arbeit" und erstmals zum gesetzlichen Feiertag erklären. Schon der 1. Mai 1933 wurde mit eindrucksvoll inszenierten Massenkundgebungen, an denen auch die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Gewerkschaften teilnahmen, festlich begangen. Die Mehrheit der Arbeiter, die bei der letzten Reichstagwahl am 5. März 1933 ihre Stimmen nicht den Nationalsozialisten, sondern SPD und KPD gegeben hatten, sollten mit diesen Maifeiern für die Partei Hitlers gewonnen werden. Die Hoffnung, der Gewerkschaftsführer, dass sich nun eine Zusammenarbeit zwischen ihren Organisationen und der "Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation" (NSBO) anbahnen würde, zerstoben bereits am folgenden Tag.


Am 2. Mai besetzen in ganz Deutschland  SA- und SS- Einheiten alle Gewerkschaftshäuser. Nach zahlreichen Verhaftungen wurden die Gewerkschaften aufgelöst oder zwangsüberführt in die "Deutsche Arbeiterfront".


Nach 1945 wurde der 1. Mai wieder zum internationalen, links-solidarischen ArbeiterInnentag. Als Kampftag von Linksradikalen bis hin zu Gewerkschaften. Doch schon wieder wollen Nazis den ArbeiterInnentag für sich gewinnen. Mit vermeindlicher Kapitalismuskritik und wieder unter dem Motto "Tag der nationalen Arbeit" haben NPD und autonome Nazis in ganz Deutschland Demonstrationen angemeldet. Die rechten Demagogen bedienen sich dabei immer mehr linken Slogans, um ihr antisemitischen und rassistischen Wust von einem „Nationalen Sozialismus“ unter die Menschen zu bringen.


In Dortmund werden am 1. Mai rund 1000 Nazis erwartet - der größte Nazisaufmarsch nach 1945, vermutet Friedrich Stiller, Sprecher des Dortmunder Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus. Doch die Gegendemonstranten ließen sich nicht lange bitten. Eine Vielzahl von Gegenaktionen werden aktiv und friedlich Widerstand gegen die Nazipropaganda bieten.


Hier einige Veranstaltungen:


Der DGB:
10 Uhr - Kundgebung am Platz der Alten Synagoge mit Michael Sommer (Vorsitzender des DGB) und Dr. Gerhard Langemeyer (Oberbürgermeister) mit anschließender Demonstration zum Westfalenpark

12:15 Uhr - Kundgebung im Westfalenpark

13-18 Uhr - Kultur- und Familienfest

14 Uhr - Konzert "Rock gegen Rechts"

Mehr Infos findet ihr hier.


Dortmunder Bündnis Gegen Rechts:
Das Dortmunder Bündnis ruft auf, erst an der Maikundgebung des DGB teilzunehmen und danach in die Dortmunder Stadtteile Körne und Wambel zu fahren. Dort wird es verschiedene Kundgebungen an NS-Opfer-Denkmälern geben. 
Nähere Infos


Kirche:
Morgens findet ein ökumenischer Gottesdienst unter freiem Himmel statt. Ab 14 Uhr soll es eine Kundgebung mit anschließendem Bürgerfest unter dem Motto "Bunt statt Braun" am Gemeindehaus in der Eichendorfstraße/Ecke Wambeler Hellweg geben.


Antifaschistische Aktion:  Die Antifa veranstaltet eine Demonstration vom Dortmunder Hauptbahnhof in die Stadtteile, durch welche die Nazis maschieren. Die Demo beginnt pünktlich um 10 Uhr unter dem Motto "Für mehr, als nur dagegen". Weitere Infos unter: http://www.erstermai.tk/

 


Als GRÜNE JUGEND haben wir uns entschieden, an dem Fest "Bunt statt Braun" der Kirche in Wambel teilzunehmen. Diese Veranstaltung wird nahe an der Route der Neonazis stattfinden, gleichzeitig aber als friedliche Gegenaktion ablaufen. Unser Treffpunkt ist der Vorplatz des Dortmunder Hauptbahnhofs um 13:30 Uhr. Wir rufen alle Mitglieder der GRÜNEN JUGEND auf, an den Gegenveranstaltungen zu dem Nazi-Aufmarsch teilzunehmen!


In den letzten Jahren hat es vermehrt Gewalt und Überfälle von Rechts auf BürgerInnen und AntifaschistInnen in Dortmund und dem Ruhrgebiet gegeben. Wir werden gegen die antisemtischen und rassistischen Parolen der Nazis demonstrieren! Wir setzen uns ein für eine tolerante Gesellschaft in Dortmund und weltweit! Also kommt am 1. Mai nach Dortmund und demonstriert mit uns!


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