Demo gegen Junge Union
Ein Bericht der Grünen Jugend Ratingen
Wir demonstrierten am Samstag, den 25.04.09. ab 9 Uhr vor der Stadthalle Ratingen gegen den NRW-Tag der Jungen Union, um unsere strikte Ablehnung gegenüber der JU-Politik und insbesondere des Vorhabens der Jungen Union die Atomkraft in NRW mit neuen Kraftwerken zu rehabilitieren, zu äußern.
Damit möchten wir die Risiken und Folgen atomarer Energie, für die Gesellschaft und für alle nachkommenden Generationen, den Mitgliedern der Jungen Union, vor Augen halten.
“Des Weiteren ist es unser Anliegen, unsere Ablehnung gegenüber der Immigrations-Politik der JU zu äußern. Wir wollen nicht, dass unsere ausländischen Mitbürger durch Überwachung und Isolation an unsere Gesellschaft angepasst und durch Hürden in Bildung, Alltag und durch Begriffe wie ‘Leitkultur’ ausgegrenzt werden, sondern wollen integrativ eine solidarische Gemeinschaft fördern”, so Jean-Philippe Steeger, Sprecher der Grünen Jugend Ratingen.
Ein weiterer Dorn im Auge sind uns die sich häufenden menschenverachtenden Aussagen des JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder, der zum Beispiel die Anhebung des Hartz-4 Regelsatzes für Kinder zum 1. Juli 2009 als „Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“ bezeichnete, oder in Bezug auf die finanzielle Verbesserung unseres Gesundheitssystems mit der Äußerung, „Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen“, Schlagzeilen machte.Die abschließende Äußerung “Wir sagen was uns nicht passt und lassen uns von niemandem den Mund verbieten“, so Nils Watermann, zeigte unseren Ehrgeiz und unser demokratisches Verständnis. Wir wollen ein zukunftsorientiertes Deutschland „und das fängt für uns in unserer schönen kleinen Heimat Ratingen an“.
Wir untermalten ihre Forderungen lautstark mit Tröten und Megafon. Wir begegneten der Augenwischerei der Jungen Union humorvoll mit dem Transparent “Black is Blöde”, in Anlehnung an den ihrer Meinung nach stupiden Spruch “Black is beautiful“, “im politischen Sinne”, der Jungen Union. “Wir stehen für ein offenes, vielfältiges und multikulturelles Deutschland und halten nicht viel von den sich häufenden, zweideutigen Werbekampagnen der JU.“
Als Reaktion der Jungen Union NRW erfolgte dann ein illegitimer Platzverweis, welcher kurz danach durch die Polizei unterbunden wurde, da unsere Demonstration angemeldet war und wir rechtens unser Demonstrationsrecht ausübten.
„Wir finden es erschreckend, mit welch einem tief negativ gefestigtem Bild, ein Teil der Mitglieder der Jungen Union uns begegneten, uns als „Steineschmeißer“ oder „Linksradikale“ bezeichneten, obwohl wir unsere politischen Ziele differenziert artikulierten und immer bereit für eine offene Diskussion waren. Auf der anderen Seite möchten wir anderen JU-Mitgliedern danken, die uns herzlich entgegentraten, uns Essen und Süßigkeiten anboten und auf entspannter Basis mit uns politisch diskutierten“, betonte Katharina Bohne, Sprecherin der Grünen Jugend Ratingen.







