1. globaler Süden: Darunter werden die Entwicklungs- und Schwellenländer als Gruppe zusammengefasst.
  2. 2-Grad-Ziel: Die internationale Staatengemeinschaft hat im Rahmen des UN-Klimaabkommens von Cancún zwei Grad Celsius als Obergrenze für die globale Erwärmung gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung festgelegt.
  3. ÖPNV: Öffentlicher Personennahverkehr, hierzu zählen beispielsweise Regionalbahnen, S-Bahnen, Linienbusse oder Straßenbahnen.
  4. Urban Gardening: Die gärtnerische Nutzung von städtischen Flächen durch Privatpersonen oder Initiativen wird als Urban Gardening oder Urbaner Gartenbau bezeichnet.
  5. CO2-Äquivalent-Ausstoß: Andere Treibhausgase als CO2, z.B. Methan, haben ein deutlich größeres Treibhauspotenzial. Zum Vergleich wird ihre Treibhauswirksamkeit auf die von CO2 umgerechnet und als CO2-Äquivalent angegeben.
  6. SPNV: Schienenpersonennahverkehr, hierzu zählen etwa S-Bahnen, Interregio-Expresse oder Regionalbahnen.
  7. Wachstumskritik: Die Reduktion des Konsum- und Produktionswachstums ist Teil einer umfänglichen Wachstumskritik und Gegenentwurf zum als schädlich für Umwelt und Gesellschaft wahrgenommenen Wirtschaftswachstum.
  8. BIP: Das Brutto-Inlands-Produkt (BIP) ist der summierte Wert aller im Jahr erwirtschafteten Erzeugnisse und Dienstleistungen innerhalb der Landesgrenzen. Es dient als Messgröße für das Wirtschaftswachstum und als Vergleichsinstrument.
  9. Top-Runner-Regelung: Diese besagt, dass das Gerät mit der besten Energieeffizienz zwei Jahre nach dem Erscheinen zum Standard wird. Kann ein Produkt diese Standards zum festgelegten Zeitpunkt nicht erfüllen, darf es nicht weiter verkauft werden. Geräte mit sehr hohem Energieverbrauch verschwinden so automatisch aus dem Angebot.
  10. Konnexität: Konnexität bedeutet Zusammenhang und bezieht sich hier auf das Konnexitätsprinzip, das den staatsrechtlichen Grundsatz beschreibt, der besagt, dass Aufgaben- und Finanzverantwortung jeweils zusammengehören. Die Instanz (Staatsebene), die für eine Aufgabe verantwortlich ist, ist auch für die Finanzierung zuständig. Vereinfacht wird dies oft ausgedrückt mit dem Satz „Wer bestellt, bezahlt“.
  11. Enquete-Kommission: Kommission, die von einem Parlament mit dem Auftrag eingesetzt wird, zu einem bestimmten Thema das relevante Material zusammenzutragen, damit eine politische Entscheidung möglichst umfangreich vorbereitet ist. Die Sachverständigen haben in einer solchen Kommission die gleichen Rechte wie die Abgeordneten. Anders als die regulären Ausschüsse arbeiten Enquete-Kommissionen nur für einen begrenzten Zeitraum.
  12. MINT-Fächer: Eine zusammenfassende Bezeichnung für Unterrichts- und Studienfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.
  13. FIT*-Personen: Mit der Abkürzung sind Frauen*, Inter- und Trans*-Personen gemeint. Die einzelnen Begriffe sind unter (16), (20) und (24) erklärt.
  14. Dual-Use-Güter: Bezeichnung für Güter, die sowohl für militärische als auch zivile Zwecke genutzt werden können.
  15. DSH: Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang.
  16. Frauen*: Der Genderstar am Ende von Frauen* weist darauf hin, dass wir in unserem Frauenbegriff explizit Transfrauen mit einbeziehen. Frauen* sind für uns nicht nur Cis-Frauen, sondern alle Menschen, die sich als Frauen verstehen
  17. able-bodied: Able-bodied kommt aus dem Englischen und bezeichnet nicht behinderte Menschen.
  18. (cis-)gender: Menschen, die nicht trans* sind. Cis-Menschen identifizieren sich mit dem Geschlecht, dass ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Umgangssprachlich sagen manche Menschen „geborene Männer & Frauen“.
  19. LGBTIQ*: Aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen.
  20. Trans*/Transidentität/transgeschlechtliche Menschen: Trans* sind Menschen, die nicht cis sind. Sie identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, dass ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Viele transgeschlechtliche Menschen passen ihr Äußeres oder ihre soziale Rolle dem Geschlecht an, mit dem sie sich identifizieren.
  21. queer: Queer benutzen wir als Oberbegriff für alle Menschen, die sich als nicht heterosexuell und/oder cis verstehen, u.a. Schwule, Lesben, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche Menschen.
  22. heteronormativ: Heteronormativität bezeichnet eine Sicht auf die Welt, in der davon ausgegangen wird, dass heterosexuelle Menschen die Norm sind. Oft wird hier auch davon ausgegangen, dass es zwei Geschlechter (männlich und weiblich) gibt, in die Menschen „hineingeboren“ werden.
  23. Intersexualität/intergeschlechtliche Menschen: Menschen, die Merkmale verschiedener Geschlechter aufwiesen bzw. deren Chromosomensatz nicht ihren äußeren Geschlechtsmerkmalen übereinstimmen, werden als intersexuell oder intergeschlechtlich (inter = lat. „zwischen“) bezeichnet.
  24. SCHLAU NRW: Dieses landesweite Netzwerk bietet Bildungs- und Aufklärungsworkshops zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt für Schulen, Sportvereine, Jugendzentren und andere Jugendeinrichtungen an.
  25. Diversity: Diversity ist englisch für Vielfalt und bezeichnet in politischen Zusammenhängen die Berücksichtigung von Menschen, die aufgrund von Kultur, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder anderen Merkmalen oft benachteiligt sind.