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„ethisch athletisch“

Wer besitzt nicht mindestens ein Paar des Kultschuhs mit der weißen Plastikkappe? Und ein zweites völlig zerfetztes natürlich, von dem man sich aber einfach nicht trennen kann. Es gibt sie überall, in allen möglichen Farben, Mustern und Preisklassen - zum ersten Mal nun auch fair gehandelt.


Converse, die 2001 ihre Produktion in den USA auflösten  und an Nike verkauften, ist schon lange nicht mehr der einzige Hersteller der ehemaligen Basketballschuhe. Aber auch andere Firmen lassen die ehemaligen Basketballschuhe herstellen. Spätestens seit der Schuh auch auf der Grüne Jugend NRW Homepage erscheint, ist er zum alternativen Statussymbol geworden.


Die Rede ist natürlich von den Chucks – benannt nach dem Basketballspieler Chuck Taylor, dessen Unterschrift den Schuh seit 1923 ziert. Doch wer sich fragt, woher die Lieblingsschuhe kommen, wird meist bitter enttäuscht. Jedenfalls dann, wenn die Person über einen Funken soziales und ökologisches Bewusstsein verfügt. Wie die meisten Schuhfirmen lassen auch die Hersteller der Chucks in Billiglohnländern unter unsozialen Bedingungen produzieren. Dass bei dem Material auch ökologische Standards auf der Strecke bleiben, wundert kaum.


Muss man jetzt auf die Ökolatsche umsteigen? Jein, Öko ja – aber Latsche? Davon kann nicht die Rede sein. „Ethlethics“ heißt die Alternative und sieht aus wie normale Chucks, ganz wie wir sie aus dem heimischen Schuhregal kennen. Der entscheidende Unterschied ist (fast) unsichtbar. Produziert werden die fairen Treter nämlich von FairDealTrading, dem größten Hersteller von Sportbällen mit FairTrade-Siegel.


In Sri Lanka wird der Naturkautschuck für die Sohle nachhaltig angebaut. Zur fairen Weiterverarbeitung kommt er dann nach Sialkot in Pakistan. Aber nicht alles um diesen Schuh spielt sich im fernen Morgenland ab. Der Vertrieb der Sneakers, Bälle und übrigens auch T-Shirts findet im Körperbehindertenzentrum Ludwigsburg statt. Wenn das nicht einen rundum fairen Auftritt garantiert!


Euer mittelmäßig bestücktes Girokonto müsst ihr auch nicht überziehen, wenn ihr auf die die Schuhmode der fairen Art umsteigen wollt. Denn teurer als das „Original“ sind die fairen Schuhe nicht.


Mehr Infos gibt’s unter www.fairdealtrading.de und www.ethlethics.de.        jo