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Green Trainee


Fortbildungsprogramm 2012

Rechtsextremismus - Braune Ideologien und ihre Tendenzen

Das äußere Erscheinungsbild vom Springerstiefel tragenden Neonazi wandelt sich, die Gewalttaten von Rechts steigen an, die Netzwerke zwischen gewalttätigen Kameradschaften und rechten Parteien wie der NPD verdichten sich.

 

Doch was bedeutet der Begriff „Rechtsextremismus“, der besonders vom Verfassungsschutz geprägt und verwendet wird, eigentlich? Welche Entwicklungen gibt es im Spannungsfeld zwischen Sexismus und konservativen Feminismus? Mit welchen Widersprüchen lebt die Szene zwangsläufig und wie kann der Ausstieg gelingen?

 

Strategien gegen Rechts finden und diskutieren muss zu einem wichtigen Bestandteil der Politik auf allen Ebenen werden!

 

Auf unserem Seminar möchten wir uns im ersten Workshop mit der Geschichte und der Definition des Begriffs „Rassismus“ beschäftigen. Dabei wollen wir uns besonders die Geschichte vom Jahr 1492, das als symbolischer Anfang aufgrund der Eroberung und Kolonialisierung Lateinamerikas durch die Spanier gesehen wird, bis zur rassistischen Politik der Nationalsozialisten anschauen.

 

Männer mit kahlrasierte Glatzköpfen, Bomberjacken und im betrunkenen Zustand gesungene, rassistische Parolen sind das, was wir heute mit Rechtsextremismus in Verbindung bringen. Frauen kommen nach unserem Verständnis bei den Nazis als Hausfrauen und Mütter, höchstens noch als Mitläuferinnen vor, die ihren Partner auf Demonstrationen begleiten. Aber eine gewalttätige Kameradin in der rechtsextremen Szene? Ist das überhaupt vereinbar mit dem Frauenbild der Rechten vom „Heimchen am Herd“? Wie sehen Zusammenschlüsse von weiblichen Neonazis aus und welche Gefahr geht von diesem neuen Phänomen aus? Mit diese Fragen werden uns im Vortrag über Frauen in der rechten Szene auseinandersetzen.

 

In der Aussteigerberatung gilt es neue Perspektiven für die jeweilige Person außerhalb der rechten Szene zu entwickeln. Doch der Ausstieg und das Fuß fassen zurück in der Gesellschaft gestaltet sich häufig schwierig, z.B. aufgrund der  Bedrohung durch frühere KameradInnen.

 

Ein spannender und interessanter Bericht aus der Praxis erwartet uns am Sonntagvormittag. Über Strategien und politische Handlungsfelder gegen Rechts wollen wir mit euch am Sonntagmittag diskutieren.

 

Welche Programme gibt es bereits, wo kann die Kommune direkt ansetzen? Welche Möglichkeiten und eventuell Pflichten haben wir als GRÜNE JUGEND und was für Alternativen gibt es für Jugendliche?

 


Wir freuen uns auf ein spannendes und interessantes Wochenende mit euch!

 

Programm

 

Samstag
Ankunft bis 12.30 Uhr
12.30 bis 13.30Uhr: Kennen lernen
13.30 bis 15.30 Uhr: Neue Tendenzen in der rechten Szene mit einem Schwerpunkt auf NRW und den so genannten Freien Kameradschaften
15.30 bis 16.00 Uhr: Kaffeepause
16.00 bis 18.00 Uhr: Rechte Kameradinnen – ein neues Phänomen?
18.00 bis 19.00 Uhr: Abendessen
19.00 bis 21.00 Uhr: Jugendkultur in der rechten Szene

 

Sonntag
9.00 bis 10.00 Uhr: Frühstück
10.30 bis 12.30 Uhr: Ausstieg aus der rechten Szene – ein Bericht aus der Praxis
12.30 bis 13.30 Uhr: Mittagessen
13.30 bis 15.00 Uhr: Strategien gegen Rechts: offene Diskussion
Ende gegen 15.30 Uhr

26. Januar , 12:30 Uhr
27. Januar , 15:30 Uhr
Grüne Jugend NRW
Jugendherberge Düsseldorf