Ende der Verbannung
In Düsseldorf eröffnet die Düsseldorfer Drogenhilfe e.V. einen so genannten Drogenkonsumraum.
Eindruck aus der Bauphase des Drogenkonsumraums.
"Wir gratulieren der Düsseldorfer Drogenhilfe zu diesem Konsumraum," sagt Max Löffler, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW. "In Zeiten einer Landesregierung, die bei allen sozialen Projekte kürzt, darunter gerade auch Mittel für die Förderung der Sucht- und Drogenhilfe, freuen wir uns über diesen Lichtblick für drogenabhängige Menschen."
Der Konsumraum soll ein Anlaufpunkt für Drogenabhängige sein, die dort unter menschlichen und hygienischen Bedingungen Drogen zu sich nehmen können. So werden unter anderem sterile Spritzen gestellt. Die Düsseldorfer Drogenhilfe beherbergt neben dem neuen Konsumraum ein Kontaktcafé, Beratungsstellen und Übernachtungsplätze, außerdem leistet ein mobiles Beratungsteam Sozialarbeit an verschiedenen Treffpunkten in Düsseldorf.
"Wir wollen Drogen und ihre Suchtgefahr nicht verharmlosen, ganz im Gegenteil!", unterstreicht Löffler. "Wir halten die bisherige Tabuisierung des Drogengebrauchs in unserer Gesellschaft aber für den falschen Weg." Die GRÜNE JUGEND NRW tritt für einen toleranten Umgang mit drogenabhängigen Menschen ein.
Die Einrichtung von Konsumräumen sowie die Aufstellung von Spritzenautomaten ist ein Schritt, um zumindest die Verbreitung von Krankheiten über infizierte Spritzen und die Zahl der Todesfälle einzudämmen.


