Gleiches Recht für alle!
Grüne Jugend NRW gegen einseitiges Kopftuchverbot
Die Landesregierung stellt mit ihrem Vorstoß, Kopftücher an Schulen zu verbieten und gleichzeitig Symbole der christlichen und der jüdischen Religion weiterhin zu erlauben, Musliminnen unter Generalverdacht. Alle Frauen, die ein Kopftuch tragen, sind nach dieser Ansicht verfassungsfeindlich eingestellt, während das Tragen eines Kreuzes oder einer Kippa Ausdruck der christlich-jüdischen Kultur des Abendlandes ist. Diese Ungleichbehandlung der Religionen hält die Grüne Jugend NRW für verfassungsfeindlich.
"Es ist nicht einzusehen, warum es religiöse Symbole geben soll, die
weltanschaulich neutraler sein sollen als andere." sagte Anna Caelers, Sprecherin der Grünen Jugend. "Entweder die Landesregierung ringt sich zu einem Verbot aller religiösen Symbole durch, um die Wertneutralität der Schule zu gewährleisten oder sie lässt auch weiterhin Lehrerinnen mit Kopftuch unterrichten.", unterstrich Caelers die Position der Grünen Jugend, alle Religionen gleich zu behandeln.
Die Grüne Jugend fordert die Landesregierung auf, mit mehr
Fingerspitzengefühl an die Frage der religiösen Neutralität der Schule zu gehen. Die einseitige und arrogante Ausrichtung auf die christlich-jüdischen Tradition wird weder einem modernen Zuwanderungsland wie NRW noch dem Anspruch der Glaubensfreiheit gerecht.



