"Restschule" abschaffen
Zur Diskussion um die Zukunft der Hauptschulen erklärt die Grüne Jugend NRW: Die Vorfälle um die Berliner Rütli-Hauptschule und andere Nachrichten von Gewalt und Integrationsproblemen an deutschen Hauptschulen, zeigen deutlich, dass das Konzept der Hauptschule nicht funktioniert. Die Grüne Jugend NRW fordert daher die Abschaffung der Hauptschule.
„Integration und Chancengleichheit kann nur gelingen, wenn wir nicht einen großen Teil der ‚schwierigen’ SchülerInnen an eine Restschule abschieben. Als etwas anderes kann man die Hauptschule nicht bezeichnen.“ erklärt Anna Caelers, Sprecherin der Grünen Jugend NRW. Die Grüne Jugend NRW kritisiert die Landesregierung und Äußerungen der Bildungsministerin, an der Hauptschule festhalten zu wollen. „Unzählige Studien bestätigen, dass die frühe Selektion im deutschen Bildungssystem zu hoher sozialer Ungerechtigkeit führt. Aber anstatt auf diese Erkenntnisse zu reagieren, will die Landesregierung an der Selektion festhalten.“ unterstreicht Caelers die Kritik der Grünen Jugend NRW.
Ein erster Schritt zu einer sozial gerechten Schulausbildung kann daher nur in der Abschaffung der Hauptschulen liegen. Vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien oder Familien mit Migrationshintergrund werden vom deutschen Bildungssystem im Stich gelassen. Sie werden zunächst an Hauptschulen verwahrt, bevor sie in Perspektivlosigkeit und Arbeitslosigkeit entlassen werden. Hier muss endlich der richtige Weg eingeschlagen werden, um nicht noch mehr Jugendliche auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu verlieren. Denn allein Bildung und Teilhabe kann der Schlüssel zu einer solchen Zukunft sein. Statt auf Elitenförderung und Auslese zu setzen, müssen Förderkonzepte, kleinere Klassen und mehr individuelle Betreuung an deutschen Schulen realisiert werden. Wir erinnern uns an die Wahlversprechungen von Herrn Rüttgers - was wird nun daraus, Frau Sommer?


