Rollenbilder aufgebrochen
Am vergangenen Wochenende fand die Mitgliederversammlung (LMV) der Grünen Jugend NRW in Köln statt. Jugendliche aus ganz Nordrhein-Westfalen diskutierten über die Rollenbilder unserer Gesellschaft. Frauen haben heute immer noch nicht die selben Berufschancen wie Männer und beide Geschlechter sind in ihren Rollenbildern gefangen. Es gibt immer noch geschlechterspezifische Berufe, wie z. B. in der Altenpflege. Die weibliche Doppelspitze der Grünen Jugend NRW, Anna Caelers und Katharina Dröge, meint „in den letzten Jahrzehnten hat sich schon viel verändert. Dennoch gibt es noch viel zu tun. Mit eisernen Vorschriften kommt man aber nicht weit. Man muss das Denken der Menschen verändern." In zahlreichen Workshops wurde diskutiert, wie man aus diesem Rollenzwang ausbrechen kann. Am Samstag gab es hierzu eine lebhafte Podiumsdiskussion unter Anderem mit Barbara Steffens, MdL, und Marcel Hafke, Vorsitzender Junge Liberale NRW.
Ein weiteres Thema auf der Mitgliedsversammlung waren die drastischen Kürzungen der Landesregierung im sozialen und ökologischen Bereich.
Infos zur LMV gibt es hier.
Im Anschluss an die Versammlung befragte die Grünen Jugend Passanten vor dem Kölner Dom, ob sie sich in einem Rollenbild gefangen fühlen.
Hier ein paar Statements:
Inga und Carin:
In Köln nimmt die Beruffeuerwehr keine Frauen auf, weil diese nicht soviel leisten könnten wie Männer, dass ist ungerecht und missfällt uns. Frauen können genauso viel wie Männer, wenn nicht sogar noch mehr!
Christina:
Heterosexuellen Pornos werden Männer meist auf ihren Schwanz reduziert.
Darauf Borkard:
Wenn Männer über sexualität reden, werden sie eher abgestempelt als Frauen...
Anouk:
Ich glaube, dass es keine völlige Gleichberechtigung gibt



