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13. Oktober 2006

Schüler haben auch ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung!

Zur von der Kultusministerkonferenz geplanten Schüleridentifikationsnummer erklären Daniela Schneckenburger, Landesvorsitzende von Bündnis 90 /Die Grünen, und Katharina Dröge; Landesvorsitzende der Grünen Jugend NRW:

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Schneckenburger: „Wir Grünen in NRW halten die geplante bundesweite Schülerdatei für höchst Problematisch. Die Schüler und Schülerinnen in unserem Land haben, ebenso wie jeder andere Bürger, ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Durch die Datei wird dieses Recht der SchülerInnen eingeschränkt.

 

Fragen nach der sozialen Stellung der Eltern, ihrer Herkunft, der zu Hause gesprochenen Sprache, der Glaubenszugehörigkeit und Schul – oder Wohnortwechsel, gehören nicht in eine zentrale Datenbank. Ein solch gläserner Schüler ist nicht die Lösung unseres Bildungsproblems.

 

Sollte dieser Beschluss der KMK in den Ländern nachvollzogen werden, wird dies dazu führen, dass die Bildungschancen von Kindern mit sozialen oder anderen Problemlagen weiter vermindert werden. Mit dieser Datenbank wird der weitere Bildungsweg von Kindern präjudiziert, indem auf der Basis vergangener Ereignisse Voraussagen über die weitere Bildungszukunft des Kindes gemacht werden."

 

Dröge: „Was die Kultusministerkonferenz hier plant, ist die Lösung bildungspolitischer Probleme mit der ökonomischen Methoden der Evaluation. Um Prozesse im Bildungssystem zu optimieren versucht man Bildungsbiografien der SchülerInnen quasi per Scanner zu erfassen - überwachen, kontrollieren und katalogisieren.

 

Es ist bereits heute bekannt, dass Kinder mit Migrationshintergrund größere Schwierigkeiten haben.


Die Konsequenz aus diesem Wissen sollte eine Reform des Schulsystems sein mit mehr individueller und frühkindlicher Förderung, das sind Ansätze mit denen man solchen Problemen entgegen wirken kann."

Dateien:
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