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15. Dezember 2006

Umweltfreundliche Weihnachten – aber wie?

Jedes Jahr aufs Neue ist Weihnachten ein sehr abfallreiches Fest.

Dieses Jahr wird umweltfreundlich - damit es Weihnachten neben Geschenken nicht auch noch eine Menge Abfall gibt.

Viele Produkte, die besonders zur Weihnachtszeit gekauft werden, enthalten Schadstoffe. Allerdings sind umweltunfreundliche und gesundheitsgefährdende Produkte oft leicht zu vermeiden.

 

 

O Tannenbaum…

Weihnachtsbäume stammen häufig aus dem Inland; zum geringen Teil aus Dänemark, den Niederlanden und Irland. Der Einschlag von Weihnachtsbäumen ist normalerweise Teil der Waldpflege. Schwächere Bäume werden dichten, jungen Beständen entnommen, damit diese mehr Licht und Platz haben. Edelbäume (Nordmanntanne, Edeltanne, Weißtanne…) kommen aus Anbaubetrieben. Fichten kommen überwiegend aus den Forstbetrieben der Mittelgebirge.


Beim Kauf eines Weihnachtsbaumes ist auf die regionale Herkunft zu achten, um weite Transportwege zu vermeiden. Ein kleiner Weihnachtsbaum im Topf, der danach im Garten weiterleben darf, ist natürlich ebenfalls zu empfehlen.

 

 

Schön und trotzdem nachhaltig …

Umweltfreundliche Dekorationsideen sind Baumschmuck aus Holz, Glas, Stroh, Ton (nur mit lösemittelfreien Farben oder Lacken) und beispielsweise Ketten aus getrocknete Apfelsinen- oder Mandarinenscheiben, Zimtstangen und Nelken. Generell ist Baumschmuck zu empfehlen, der mehrere Jahre verwendet werden kann. Von Mistelzweigen, die auf Weihnachtsmärkten gekauft werden können, ist abzuraten, da diese oft aus ökonomischen Gründen aus Wildbeständen stammen. Misteln wachsen allerdings sehr langsam und der Bestand geht europaweit zurück.


Lametta besteht entweder aus Kunststoff, aus Aluminium oder aus verzinnten Bleistreifen, die am Gewicht oder an der Bezeichnung „Stanniol“ zu erkennen sind. Blei ist ein giftiges Schwermetall und kann sich in der Umwelt und im Blut des Menschen anreichern. Deshalb sollte auf Lametta lieber gleich verzichtet und stattdessen mit den zahlreichen ökologischen Alternativen dekoriert werden.

 

Richtig verpackt?!

Die Umwelt wird besonders durch aufwändig produzierte, beschichtete Papiere, Plastik- und Metallfolien und Verbundstoffe belastet. Buntes Geschenkpapier kann kritische Farbstoffe wie Azofarbstoffe oder anorganische Pigmente aus Blei-, Cadmium- oder Chromverbindungen enthalten.
Alternativ kann Recyclingpapier, welches mit dem Blauen Engel versehen ist, verwendet werden.


Zur Weihnachtszeit steigen die Verpackungsabfälle um ein Drittel an, was durch Mehrfachbenutzung von Geschenkpapier, mehrmals wiederverwendete Geschenktüten oder einfach Zeitungspapier vermieden werden kann.

 

Schöne und umweltfreundliche Feiertage wünscht Euch euer Landesvorstand
Verena, Max, Sophia, Gerrit, Lara, Linda, Can und Joanna

 

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Joanna Fryzowicz