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12. Februar 2007

Verantwortung übernehmen statt nur Schulden zu erlassen

Pressemitteilung zum Treffen der G7-Fianzminister

Verantwortung übernehmen statt nur Schulden zu erlassen

Am Samstag trafen sich die Finanzminister der "Großen 7", welche die größten Industrienationen im Jahr 1976 waren, zusammen mit den Finanzministern aus Brasilien, Russland, China, Indien, Mexiko und Südafrika.

 

Das Treffen fand an einem symbolträchtigen Ort statt, der "Villa Hügel". Erbaut wurde diese zwischen 1870 und 1873 zu dem Zwecke, die ArbeiterInnen von der Industriellen-Familie Krupp fern zu halten. Eine ähnliche Vorgehensweise schien auch am Samstag wieder der Fall zu sein.

 

Die Finanzminister entscheiden über das Wohl ihrer BürgerInnen, wollen diese aber nicht einmal in Sichtweite wissen. Stattdessen demonstriert die kritische Bevölkerung fern ab des Geschehens. Die GRÜNE JUGEND NRW war dennoch zahlreich auf dem Protestmarsch vertreten, um ihre Forderungen lauthals dem politischen Etablishment zu unterbreiten.

 

"Wir brauchen die Tobin-Steuer, eine Besteuerung von internationalen Devisengeschäften, um die wilden Spekulationen auf den Finanzmärkten zu unterbinden", fordert Max Löffler, Sprecher der GRÜNEN JUGEND NRW, und fügt mahnend hinzu: "Die Industriestaaten dürfen ihre Verantwortung für die Entwicklungsländer nicht vergessen. Während wir jede Kuh täglich mit 2,50 Euro subventionieren, leben 1,3 Milliarden Menschen von weniger als 1 Euro pro Tag! Ein Zertifikatenhandel zwischen den Ländern, bei dem jedem Menschen der gleiche Treibhausgasausstoß zugebilligt würde, wäre ein effizientes Mittel, um die Entwicklungs- und Klimapolitk sinnvoll zu vereinen."

 

Leider ist die G7 weit von solchen Ideen entfernt und ruht sich stattdessen auf halbherzigen Schuldenerlassen aus. Die GRÜNE JUGEND NRW wird deshalb auch im Sommer wieder dabei sein, um die Welt und vor allem die PolitikerInnen der G8 wach zu rütteln!