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21. September 2009

Junge Grüne ins Parlament

Tim Giesbert aus Mülheim

Junge Grüne ins Parlament

Ich wurde am 22. Mai 1980 in Mülheim an der Ruhr geboren und besuchte die Freie Waldorfschule in Mülheim sowie die Hugo-Kükelhaus-Schule in Essen. Nach meinem Zivildienst beim Seniorentheater Mülheimer Spätlese nahm ich das Studium der Sozialwissenschaften/Politikwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen auf. Studienbegleitend übe ich halbtags eine Bürotätigkeit aus. Ich bin seit 2002 Mitglied bei Bündnis 90 / Die Grünen und war von 2003 bis 2008 Sprecher der Grünen Jugend Mülheim.

Seit 2004 bin ich Mitglied des Rates der Stadt Mülheim, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion und im Jugendhilfe- und Rechnungsprüfungsausschuss tätig.

Auf der Landesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen am Samstag, den 6. Dezember, konnte ich einen großen Erfolg feiern. Als Bundestagsdirektkandidat der Grünen für Mülheim an der Ruhr und den Essener Stadtteil Borbeck wurde ich auf Anhieb auf Platz 18 der NRW-Landesliste gewählt.

Ich bin zum ersten Mal angetreten und habe bewusst auf einem Listenplatz kandidiert, der nicht unbedingt für den Einzug in den Bundestag ausreicht, bin aber nun umso mehr erfreut: Bei meinem ersten Antritt sofort unter die ersten 20 KandidatInnen gewählt zu werden, ist ein großer Vertrauensvorschub und eine wunderbare Motivation für den Wahlkampf.

Warum ich kandidiere? 

Es gibt eine Fülle an Gründe warum ich mich entschlossen habe in diesem Jahr zu kandidieren. Um Sie nicht zu überstrapazieren beschränke ich mich an dieser Stelle auf die für mich besonders wichtigen Themen.

Ich möchte mich für die Abschaffung von Studiengebühren einsetzen, denn Bildung ist ein Gut was nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf. Unsere Gesellschaft lebt vom Wissen und daher möchte ich allen einen fairen Zugang dazu ermöglichen.
Bildung fängt aber schon im Kindergarten an. Damit hier eine bessere Betreuung stattfinden kann müssen aber die Finanzen stimmen. Ich habe in den letzten 5 Jahren meiner Ratsarbeit in Mülheim erleben müssen, dass überall Geld fehlt und dieses zwingend vom Bund kommen muss. Hierfür will ich mich einsetzten denn unsere Ruhrgebietskommunen leiden ganz besonders unter Geldmangel, letzteres betrifft aber auch viele Familien.
Die Schere zwischen arm und reicht geht immer weiter auseinander und ich werde mich dafür einsetzen, dass wir zu einer gerechteren Verteilung unseres Wohlstandes kommen. Natürlich bin ich zu den Grünen gekommen weil Natur- und Umweltschutz mir sehr wichtig ist.
Ich möchte etwas dagegen unternehmen, dass Grünflächen, Wald und Wiesen in oft verschwenderischer Weise für immer zerstört werden. Ich denke es geht auch anders. Ich möchte das Bewusstsein der Menschen für Grüne Themen wecken, wie es beispielsweise im Bereich der Ernährung (bio) bereits geschehen ist.

Mir ist vor allem wichtig die Dinge miteinander zu verbinden. Ökologie und Wirtschaft müssen kein Widerspruch sein, ich möchte grüne Technologie weiter fördern damit zukunftsfähige Jobs entstehen können.
Zuletzt möchte ich sicherstellen , dass es beim Atomausstieg bleibt und er nicht von einer Koalition von CDU und FDP aufgekündigt wird.

Ich glaube Demokratie lebt auch davon, dass es immer wieder einen Generationswechsel in der Politik gibt und ich hätte gerne eine Chance zu zeigen dass, man die Welt ein klein wenig besser machen kann.

 

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