7. November 2007

Bei Nacht und Nebel

Debatte über Gentechnik-Gesetz um vier Uhr früh

Albrecht Lorenz/ photocase

Bei Nacht und Nebel soll der Bundestag am kommenden Freitag, 9. November, gegen vier Uhr morgens zum ersten Mal über das neue Gentechnik-Gesetz beraten. Ohne ernsthafte Debatte und ohne BesucherInnen: Wenige, völlig übermüdete Abgeordnete sollen die hoch umstrittenen Regelungen behandeln. So werden die Befürchtungen von BürgerInnen gegenüber der Gentechnik in derLandwirtschaft nicht ernst genommen! Unter campact kann von den Politikern per E-Mail eine ernsthafte Debatte des Gentechnik-Gesetzes gefordert werden. Die Aktion des Online-Bürgernetzwerks Campact wird vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) unterstützt. Die Organisationen befürchten, dass das Gentechnik-Gesetz während der Beratungen im Bundestag verwässert wird. Umstritten sind zum einen die Haftungsregeln, die vorsehen, ab wann Gentechnik-Produzenten für Schäden auf Nachbarfeldern aufkommen müssen. Zum anderen wird darum gerungen, ob das Register über die Standorte von Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen weiter öffentlich einsehbar bleibt.

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