26. März 2009

FingeR WEg von Belene

Anti-Atom-Aktion der Grünen Jugend Hamm

FingeR WEg von Belene

Auch in Hamm blieb die grüne Jugend nicht untätig und beteiligte sich mit einem Infostand an der „FingeR WEg von Belene“-Aktion. In Staubschutzanzügen, mit Atemmasken und einem alten Atomfass bauten wir am Samstag Vormittag (7. März 2009) gegen halb elf unseren Stand in Hamms Fußgängerzone auf. Mit Anti-Atomkraft-Bonbons, Flyern und kleinen AKWs aus Schaumküssen und Waffelröllchen-Schornsteinen, nach dem Motto „Man(n), sind die sicher, man(n)!“ ging es dann los auf Unterschriftenjagd in der Innenstadt. Vom Marktplatz vertrieb uns allerdings schon nach kurzer Zeit das Ordnungsamt.

Über 150 hammer BürgerInnen unterstützten uns bereitwillig, und sogar einige anfängliche ZweiflerInnen konnten dazu bewegt werden, uns ihre Stimme zu geben (sogar ein Mitglied der Jungen Union! ;) ) Einige „alte AtomkraftgegnerInnen“ waren wirklich angetan, dass auch heute noch junge Menschen gegen Atomkraft auf die Straße gehen.

 

 

Aber nicht bei allen PassantInnen gerieten wir auf Zustimmung; auf die Frage: „Wollen Sie sich gegen den Bau eines AKWs in einem Erdbebengebiet in Bulgarien engagieren?“ bekamen wir die sinnlosesten Gegenantworten wie: „Ich komm nicht aus Hamm, ich hab da nichts mit zu tun“ oder „Hören Sie auf, Erdbeben haben wir hier auch!“

Viele GegnerInnen der grünen Bestrebungen blieben an unserem Stand stehen, um mit uns zu diskutieren, darüber, wie „hässlich“ Windräder doch seien, und wie sicher doch Atomkraftwerke. Denkwürdige Reaktionen waren außerdem,dass uns ein Fußgänger nach wenigen Minuten den Flyer zurückbrachte, weil ihm da auffiel, dass er ja nicht gegen seine eigene Firma (RWE) demonstrieren konnte. Einer der „Linken“, der unsere Meinung in allen angesprochenen Punkten teilte, wollte uns nur deshalb keine Unterschrift geben, weil wir ja „grün“ sind. Ob er denkt, alleine könnte er etwas ausrichten? Wir finden, dass man auch über Parteigrenzen hinaus für ein Thema gemeinsam kämpfen kann.

 

 

Alles in allem war die Aktion in Hamm jedoch recht erfolgreich, dafür, dass es unsere erste eigenständige Aktion seit der „Neugründung“ war, sind 150 (und es sind noch nicht alle Bögen voll) Unterschriften ein positiver Einstieg.

Marie Dazert- Grüne Jugend Hamm

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