25. November 2007

Kann ökologische Landwirtschaft die Welt ernähren?

Einladung zum Seminar „globale Landwirtschaft"

Kann ökologische Landwirtschaft die Welt ernähren?

seraph/ photocase

Die Fachforen Ökologie, Internationales sowie Mensch und Tier organisieren in Zusammenarbeit mir der GRÜNEN JUGEND NRW von Freitag, 30. November, bis Sonntag, 2. Dezember, das Seminar „globale Landwirtschaft". Es findet in der Bio-Jugendherberge Mönchengladbach statt. Anmeldungen sind hier möglich.


Während weltweit für die oberen Bevölkerungsschichten ein Lebensmittelüberfluss herrscht, hungern fast eine Milliarde Menschen der unteren Schichten. Das Absurde dabei ist, dass - laut aktuellen Berichts des Sonderbeauftragten der UN - auf das Menschenrecht auf angemessene Ernährung, Jean Ziegler, weltweit für über 12 Milliarden Menschen Nahrung produziert werden kann.


Eine weitere Dimension des Themas ist die weltweite Ungleichverteilung der ökologischen Folgeschäden. Während der globale Norden Hauptkonsument ist, werden große Teile der Lebensmittel im globalen Süden produziert. Die ökologischen Schäden werden von der Bevölkerung in den Entwicklungs- beziehungsweise Schwellenländer getragen. Doch wie können diese Strukturen aufgebrochen werden?


Auf dem Seminar wollen sich die Teilnehmer mit der großen Komplexität der globalen Landwirtschaft auseinandersetzen. Zentrale Leitfragen sind dabei: Wie muss eine gerechte Landwirtschaft aussehen? Kann eine reine Ökolandwirtschaft die Welt ernähren? Welche globalen Folgen hat die industrielle Massentierhaltung? Wie kann das System der ungerechten Verteilung aufgebrochen werden? Und wo liegt unsere Verantwortung?  Ziel ist es, am Ende einen Forderungskatalog zu erstellen, mit der Vision einer Landwirtschaft, die alle Menschen ernähren kann und dabei nachhaltig ökologisch ist.

 

Programm

 

Freitag, 30. November:

 

  • 17 Uhr: Ankunft, Kennenlernen
  • 18 Uhr: Beginn
    Input über -globale Wahrenströme der Nahrungsmittel - wo wird was unter welchen Bedingungen angebaut? - Nahrungsmittel nicht mehr da gegessen, wo sie angebaut worden sind - „Rohstoffe" aus Entwicklungsländer werden in den Industrieländer zu teuren Produkten verarbeitet (Schokolade, Kaffee...)
  • 21 Uhr: Film „We feed the world" mit anschließender Diskussion

Samstag, 1. Dezember:

  • 9 bis 10 Uhr: Frühstück
  • 10 bis 12 Uhr: Auswirkung der intensiven Industriellen Massentierhaltung auf die Landwirtschaft. Als Referenten konnten wir Stefan Bröckling gewinnen.
  • 12 bis 14 Uhr: Hunger auf der Welt - Lösung? Wie muss die globale Landwirtschaft umgestaltet werden um die Menschheit zu ernähren? Möglichkeit ökologische Landwirtschaft? Dafür konnte Tim Engel von FIAN gewonnen werden. FIAN, das FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk, wurde 1986 gegründet und setzt sich als internationale Menschenrechtsorganisation dafür ein, dass alle Menschen frei von Hunger leben und sich eigenverantwortlich ernähren können.
  • 14 bis 15.30 Uhr: Mittagessen
  • 15.30 bis 18 Uhr: verschiedene Workshops:

    a) Gentechnik: Welche gefahren birgt die Nutzung von Gentechnik für Land- und Forstwirtschaftliche Zwecke? Und wie können wir dagegen Aktiv werden? Für den Workshop konnten wir eine ReferentIn von der Organisation „Gendreck-weg!"

    b) Ist Tierhaltung artgerecht?Wie sehen die Unterschiedlichen globalen Haltungsformen und Tiertransporte aus? Welche „Rechte" haben Tiere derzeit offiziell? Welche rechtlichen Richtlinien gibt es in Europa und Weltweit für die Haltung von Tieren in der Landwirtschaft. Außerdem wollen wir über die ethischen Probleme über die Nutzung und Tötung von Tieren diskutieren. Für den WS konnten wir eine Referentin von dem Verein „Mensch und Tierrechte" gewinnen.

    c) Ernährungsouveränität? Was ist das und welche Forderungen können wir dafür aufstellen?
  • 18 Uhr: Abendessen Präsentation der WS Ergebnisse, Diskussion... PARTY!

 

Sonntag, 2. Dezember:

  • 10 Uhr: Frühstück
  • 11 Uhr: Konkrete Weiterführung und Planung der Themen.
  • 14.30 Uhr: Ende

Zu essen gibt es in der Jugendherberge nur Bio- und leckeres veganes Essen.


Die Teilnehmer sollten möglichst etwas grünes zum Anziehen mitbringen, weil auch eine gemeinsame Aktion geplant wird.

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