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20. Mai 2007

Einfach mehr Geld für alle?

Was ist dran am bedingungslosen Grundeinkommen?

Einfach mehr Geld für alle?

Nicht nur die Grünen diskutieren heftig über die Refo

Bedingungsloses Grundeinkommen?
Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich ein recht simples Konzept: Jede Bürgerin und jeder Bürger bekommt jeden Monat einen festen Betrag zur Verfügung gestellt. Die Höhe und die Finanzierung hängen dabei jeweils vom Konzept ab und sind sehr unterschiedlich.

Die meisten Modelle denken an einen Betrag von etwa 800 bis 900 Euro, was sich in etwa an der relativen Armutsgrenze der Europäischen Union orientiert.
Was ist dieses bedingungslose Grundeinkommen?

Nie wieder Hartz IV (DIE ZEIT)
Schluss mit Arbeitszwang und Sozialbürokratie: Unternehmer und Ökonomen, Rechte und Linke träumen vom Grundeinkommen für alle. Ist das machbar – und wünschenswert? Mehr...

Treibt ein Bürgergeld den Staat in den Ruin? (WDR.de)
Im dritten Teil unserer Reihe über das Grundeinkommen geht es ums schnöde Geld: Kann sich der Staat ein bedingungsloses Bürgergeld von 800 Euro oder mehr überhaupt leisten? Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat nachgerechnet. Mehr...

Gleiches Geld für alle: Sind wir bereit?  (WDR.de)
Ein monatliches Grundeinkommen für alle, bedingungslos. Erste Rechenmodelle zeigen: Es geht, und der Staat würde möglicherweise sogar sparen. Aber: Ist unsere Gesellschaft überhaupt vorbereitet für den Umgang mit dem monatlichen Geldsegen? (Von Nina Magoley) Mehr...

Der Lohn der Angst  (brand eins)
Automation und Fortschritt, Wissensarbeit und Kapitalismus vernichten Arbeitsplätze. Und das ist gut so. Es geht nämlich auch anders. (Von Wolf Lotter) Mehr...

Soziale Innovation: Grundeinkommen (brand eins)
Für einige würde sich fast nichts ändern. Für andere fast alles. Eine Aldi-Verkäuferin, ein Bestseller-Autor, ein Unternehmer, eine Sozialhilfeempfängerin, die Chefin einer Arbeitsagentur und ein Software-Entwickler denken darüber nach, was ein Grundeinkommen für sie bedeuten würde. Mehr...

Bedingungsloses Grundeinkommen: Keine Alternative zum Sozialstaat (Hans-Böckler-Stiftung)
Der Vorschlag, Hartz IV und andere Sozialleistungen durch ein pauschales Grundeinkommen für alle Bürger zu ersetzen, scheint zahlreiche Probleme auf einen Schlag zu lösen. Doch viele gute Gründe sprechen gegen diesen Ansatz. Mehr...

Arbeiten ohne Zwang (DIE ZEIT)
Warum ein Grundeinkommen unserer Gesellschaft guttun würde. Von Reinhard Loske Mehr...

„Wir leben in paradiesischen Zuständen“ (brand eins)
Ein Gespräch mit Götz W. Werner, Gründer der dm Drogeriemärkte, über seine Vision des bedingungslosen Grundeinkommens. Mehr...

Der Wanderprediger (DER SPIEGEL)
Götz Werner, Chef der Drogeriemarktkette dm, fordert ein Grundeinkommen für alle - und wird so zum Star in eigener Sache. Zu seinen Vorträgen pilgern inzwischen Tausende. Mehr...

Freiheit statt Vollbeschäftigung
Ein Reader der Grünen NRW zur Debatte um bedingungsloses Grundeinkommen und Grundsicherung Mehr...

rm des Sozialstaates. Aber

kann ein Pauschalbetrag für alle wirklich eine Alternative zum heutigen System sein? Das bedingungslose Grundeinkommen wird immer bekannter, bleibt aber umstritten. Was ist also dran am bedingungslosen Grundeinkommen? Was soll es bringen, wo kann es Probleme lösen? Und wo kann es das vielleicht auch nicht?


Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel. Während früher das Bild des

vollzeitbeschäftigten, fest und unbefristet beschäftigen Angestellten als der Normalfall galt, schwankt die Arbeitswelt heute heftig. Weniger als die Hälfte der Erwerbsfähigen in Deutschland arbeitet noch in solch sicheren Verhältnissen. Vielen zeigt sich eine ganz andere Realität: Zeitarbeit, befristete Stellen, Praktika zum Nulltarif oder Arbeitslosigkeit.


Auch wenn die offizielle Arbeitslosenstatistik deutlich niedrigere Zahlen präsentiert als noch vor einem Jahr, bleibt unbestritten, dass es in Deutschland ein Beschäftigungsproblem gibt. Nicht etwa, weil es zu wenig Arbeit gibt, sondern weil es schlicht zu wenig bezahlte Arbeit gibt.


Auch wenn viele gern mit dem „Ende der Arbeit“ für das Grundeinkommen argumentieren: Es ist kein Ende der Arbeit zu beobachten. Zwar steigt die Produktivität, was bedeutet, dass mit weniger Menschen mehr hergestellt werden kann. Doch nebenher oder gerade deshalb entstehen viele neue Tätigkeitsfelder, viele neue Aufgaben.


Viele davon, wie zum Beispiel die Betreuung von Kindern oder alten Menschen, werden jedoch meistens ohne Bezahlung verrichtet. Gleichzeitig steckt das deutsche Sozialsystem in einer entscheidenden Krise. Auf der einen Seite steigen die Beitragssätze zu allen Sozialversicherungen, auf der anderen Seite haben die jüngsten Reformen allgemein das Klima enorm angeheizt.


Diese Reformen, gemeinhin als „Hartz IV“ bekannt, folgen dem Prinzip des „Fordern und Förderns“ – wobei das Fordern ganz deutlich im Vordergrund steht. Dahinter versteckt sich die Auffassung, dass, wer arbeiten will, schon etwas finden wird. Für alle anderen gilt: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“, so zumindest formulierte es Bundesarbeitsminister Franz Müntefering einmal.


Ein Grundeinkommen würde nicht nur den finanziellen Druck von Geringverdienern und Arbeitslosen nehmen, es würde auch eine Umverteilung von oben nach unten befördern. Ein Grundeinkommen wäre der erste Schritt hin zu einer allgemein entspannteren Arbeitswelt. Ein Grundeinkommen nähme die heute vielfach vorhandene Angst vor Kündigung und Arbeitslosigkeit. Es wäre ein Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung, denn niemand wäre mehr gezwungen, einen Job nur des Geldes wegen auszuüben.


Ein Grundeinkommen wäre die größte Reform seit es den deutschen Sozialstaat überhaupt gibt – aber es reformiert nicht nur. Es ist wohl eher eine Revolution, die heutige Probleme lösen kann und gleichzeitig noch viele neue Chancen eröffnet.


Zur Vorbereitung auf dem Parteitag der Grünen NRW am 16. und 17. Juni in Bochum haben wir für euch etliche weiterführende Texte zusammen gestellt, die sich mit dem Grundeinkommen beschäftigen, die fragen, ob es machbar wäre, ob es helfen könnte und ob es wünschenswert wäre.

 

 

Beschlüsse der GRÜNEN JUGEND zum Thema

ZUKUNFT LEBEN – Für die gerechte Gesellschaft von morgen!
Beschluss der Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND NRW vom 25. Juni 2006 in Schleiden. Mehr...

Für eine soziale Grundsicherung! Gegen die totale Schnüffelei bei Arbeitslosen! Beschluss des Bundesausschusses der GRÜNEN JUGEND vom 16. bis 18. Juni 2006 in Hannover. Mehr...

Der ermutigende Sozialstaat
Beschluss des 26. Bundeskongresses der GRÜNEN JUGEND vom 11. bis 13. Mai 2006 in Jena. Mehr...

Zukunft der Arbeit: Arbeit mit Zukunft!
Beschluss der Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND NRW vom 20. August 2005 in Gelsenkirchen. Mehr...

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