"You buy more than you expect...."
Der erste Europäischer Filmpreis, der für's "anstacheln" verliehen wird
Wer das Wort "Sukuma" hört, denkt vielleicht zuerst an eine japanische Fischspezialität. Dass dieser Begriff etwas mit "sich sträuben", "aufstehen" oder "anstacheln" zu tun hat, wissen bislang nur diejenigen, die zentralafrikanische Sprachen wie Zulu und Swahili beherrschen und um den wirtschaftlichen und sozialen Zustand in Staaten wie Kongo, Ruanda und Burundi wissen.
Denn in den Länder, aus denen Europa Kaffee- und Kakaobohnen, Bananen und Textilien zu Spottpreisen bezieht oder fertigen lässt, herrscht große Armut. Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen für NäherInnen und landwirtschafliche Kräfte; Löhne, die kaum für's Überleben reichen und zahllose andere Ungerechtigkeiten sind Realität für Menschen in afrikanischen und asiatischen Ländern. Und in Europa? Die "Geiz-ist-geil"-Mentalität suggeriert stetig günstiger werdende Waren.
Nur dass dieses Phänomen zu Lasten der Menschen in den Entwicklungsländern geht, ist vielen Konsumenten - also uns - unklar. Diese Unwissenheit zu beseitigen und auf fair gehandelte Produkte - also Erzeugnisse, für die ihre Erzeuger gerecht entlohnt und eben nicht ausgebeutet werden - und die UN-Milleniumsziele für eine gerechtere Welt aufmerksam zu machen, hat sich die Initative
sukuma.net zur Aufgabe gemacht.
Dafür wurde jüngst der "1. Sukuma Millenium Award" ausgelobt. Ab sofort wird dieser Filmpreis jährlich in ganz Europa für aufrüttelnde Filmspots zu Themen der UN-Milleniumsziele verliehen. Ganz im Zeichen des Fairen Handels lautet der Titel in diesem Jahr "You buy more than you expect..." und soll die Auswirkungen des Konsums auf Menschen in der ganzen Welt zeigen. Mitmachen kann jeder mit einer zündenden Filmidee.
Ob diese schriftlich oder als selbstgedrehter Videospot eingereicht wird, ist egal. Sicher ist nur, dass der Gewinner seine Idee professionell produziert mit sich und/oder prominenten Akteuren verfilmt auf der Kinoleinwand wiederfindet. Für den "1. Sukuma Millenium Award" hat die Band Mia bereits ihre Unterstützung zugesagt. Von politischer Seite wird "Sukuma" unter anderem von den Grünen Bundestagsabgeordneten Winfried Nachtwei und Ulrike Höfken sowie dem Europaparlamentarier Frithjof Schmidt unterstützt.
Einsendeschluss für Eure Ideen ist der 31. März 2007.
Nähere Informationen zu Teilnahmebedingungen findet Ihr unter
www.sukuma.net
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