Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

 

mit dieser Mail erhaltet ihr wieder die Einladung zu verschiedenen interessanten Veranstaltungen.

Im Juli steht unter anderem der Christopher Street Day in Köln an, bei dem wir auch einen eigenen Stand haben. Es werden sowohl ein spannendes Seminare wie auch ein Diskussionsabende und ein Vortrag angeboten.

Bitte meldet euch immer rechtzeitig über das Anmeldeformular auf unseren Homepage-Kalender an.

Außerdem findet ihr am Ende der Mail Infos zu möglichen Aktionstrainings von Ende Gelände!, die ihr als Basisgruppe machen könnt.

 

Liebe Grüße

Euer Landesvorstand

 

 

Übersicht

3. Juli: Das unheilbar gute Gewissen – Vom Antisemitismus in der Linken

3.-5. Juli: CSD in Köln / Colognepride

11. Juli: Gutes Leben ohne Wachstumszwang

11. Juli: CSD Mönchengladbach

23. Juli: Diskussionsabend

25. Juli: CSD Duisburg

25.-26. Juli: Klausurtagung

31. Juli bis 1. August: CSD Essen

 

 

3. Juli: Das unheilbar gute Gewissen – Vom Antisemitismus in der Linken

Am 9. April 1976 erscheint in der »Zeit« ein Beitrag des Schriftstellers Gerhard Zwerenz, in dem er behauptet: »Linker Antisemitismus ist unmöglich. Der Antisemitismus war und ist rechts, national, biologistisch, rassistisch.« Anlass für seinen Text ist die scharfe öffentliche Kritik an Rainer Werner Fassbinders Stück »Die Stadt, der Müll und der Tod« von 1975, in dem ein jüdischer Immobilienspekulant, der mit allerlei antisemitischen Eigenschaften gezeichnet wird, die Hauptrolle spielt. 35 Jahre später sagt Gregor Gysi, der Vorsitzende der linken Bundestagsfraktion, in einem Interview der »taz«: »Antisemitismus bedeutet, Juden oder Jüdinnen zu benachteiligen oder Schlimmeres zu tun, weil sie Juden oder Jüdinnen sind. Das kenne ich aus unserer Partei nicht.« Es gebe lediglich »zu viel Leidenschaft bei der Kritik an Israel«.
Das Bemerkenswerte an solchen Äußerungen, mit denen Linke – ob parteigebunden oder außerparlamentarisch – sich selbst vom Vorwurf des Antisemitismus freisprechen, ist die Selbstgewissheit, mit der sie bis heute vorgetragen werden. Ganz gleich, ob Linke nun, wie in der jüngeren Vergangenheit, gemeinsam mit gewalttätigen Islamisten der terroristischen Hamas per Schiff zur Hilfe eilen wollen, Kundgebungen gegen den jüdischen Staat veranstalten, die Parole »Kauft nicht beim Juden« in die vermeintlich politisch unverdächtige Forderung nach einem Boykott israelischer Waren überführen oder Ausstellungen zeigen, in denen Israel als Unrechtsstaat präsentiert wird – stets wird die Kritik daran mit der so schlichten wie falschen Beteuerung gekontert, man sei nicht antisemitisch, sondern bloß »israelkritisch«, und ergreife Partei für die unterdrückten Palästinenser. Das Gewissen dieser Linken, die ihre Agitation und Propaganda gegen den jüdischen Staat oft auch noch als antifaschistische Notwendigkeit verbrämen, ist so unheilbar gut, dass es sich durch nichts erschüttern lässt.
Dabei hat die Linke bei der Modernisierung des antisemitischen Ressentiments hierzulande eine Vorreiterrolle gespielt. Der »Antizionismus«, der in früheren Jahren vor allem »antiimperialistische« Gruppierungen kennzeichnete (und mit dem selbst Taten wie der versuchte Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus in Berlin 1969 oder die Selektion der jüdischen Passagiere von den nichtjüdischen im Rahmen einer Flugzeugentführung 1976 gerechtfertigt wurden) ist längst zum gesellschaftlichen Mainstream geworden – im Zuge jener »Vergangenheitsbewältigung

Zum Referenten: Alex Feuerherdt ist freier Autor und lebt in Köln. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien zu den Themen Antisemitismus und Nahost, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, Konkret, die Jungle World, n-tv.de und den Blog Lizas Welt.

Die Veranstaltung findet als Kooperation unseres AK Shalom mit der BAK Shalom AG NRW der Linksjugend (Bundesverband) statt und beginnt um 19 Uhr im Cafe Ohm (DGB Haus, Friedrich-Ebert-Straße 34).

http://gruene-jugend-nrw.de/event/das-unheilbar-gute-gewissen-vom-antisemitismus-in-der-linken/

 

 

3.-5. Juli: CSD in Köln / Colognepride

Wir werden dieses Jahr das erste mal mit einem eigenen Stand am Straßenfest teilnehmen.
Dieser Stand wird am Alter Markt sein und wir werden uns diesen mit den Altgrünen teilen. Wer also Zeit und Lust hat, kann sich gerne in das Doodle eintragen um eine Schicht zu übernehmen: 
http://doodle.com/ps9yc5wt3uw5x69g

Natürlich werden wir auch wieder an der Parade am Sonntag teilnehmen. Dazu treffen wir uns um 11:00 Uhr in der Haupthalle des Bahnhofs Messe/Deutz.

Falls ihr noch Ideen habt, wie wir den Stand gestalten können, zum Beispiel durch Aktionen, könnt ihr einfach eine Mail an unseren Beisitzer Lukas schreiben.

lukas.flohr@gruene-jugend-nrw.de

 

 

11. Juli: Gutes Leben ohne Wachstumszwang?

Alltäglich bestimmen Wachstumsraten unsere Wirtschaftspolitik. “Immer mehr, immer weiter, immer schneller” ist zum Lebensmotto geworden. Können wir diesem Zwang entkommen? Wir wollen diskutieren, wie für uns ein gutes Leben aussieht und was Wachstumskritik für uns bedeutet. Kann es eine Wirtschaft ohne Wachstum geben? Gibt es politische Ansätze? Was ist für uns grüne Wirtschaftspolitik? Dies und weiteres erwartet euch am 11. Juli bei unserer Veranstaltung in der Aula des Wuppertal Instituts.

Als fachlichen Input konnten wir Johannes Buhl und Hermann Ott gewinnen. Abschließend erwartet euch eine Fish Bowl Diskussion, bei der wir auf eure rege Beteiligung hoffen!

http://gruene-jugend-nrw.de/event/seminar-wachstumskritik/?instance_id=663

 

 

11. Juli CSD Mönchengladbach

Mönchengkladbach veranstaltet dieses Jahr ihren ersten CSD: http://www.csd-mg.de/

 

 

23. Juli: Diskussionsabend

http://gruene-jugend-nrw.de/event/diskussionsabend-7/?instance_id=451

 

 

25. Juli CSD Duisburg
Das Duisburger Pride-Straßenfest auf dem Bahnhofsvorplatz unter dem Motto “Fairplay!”: http://www.csd-du.de/

 

 

25.-26. Juli: Klausurtagung

An diesem Wochenende trifft sich der Landesvorstand zu seiner ersten Klausurtagung in diesem Jahr. Wenn ihr als Gast zum mitgliederöffentlichen Teil der Klausurtagung kommen wollt meldet euch bitte bei Lea (lea.schlang@gruene-jugend-nrw.de) an.

http://gruene-jugend-nrw.de/event/klausurtagung-2/?instance_id=643

 

 

31. Juli – 1. August CSD Essen

In Essen findet der jährliche Ruhr-CSD diesmal als zweitägiges Event statt: http://www.ruhr-csd.de/

 

 

 

Klimaschutztour
Wie wir euch schon auf der LMV berichtet haben, möchten wir im September eine Klimaschutztour machen. Dabei werden wir mit Rad und ÖPNV durchs Land fahren und mit euch Aktionen vor Ort machen, aber auch Initiativen treffen, die sich für Klimaschutz engagieren. Wenn ihr eine Initiative bei euch vor Ort kennt, oder mit uns eine Aktion machen möchtet wendet euch bitte an Sebastian (Sebastian.Klick@gruene-jugend-nrw.de).

Bergwerksbesichtigung
Es gibt nach wie vor noch Plätze für unsere Bergwerksbesichtigung, die durch Wibke Brems, Energie- und Klimapolitische Sprecherin der Landtagsfraktion ermöglicht wurde. Weitere Infos findet ihr hier: http://gruene-jugend-nrw.de/2015/05/bergwerksbesichtigung/

Grafikvorlagen für Basisgruppenarbeit
Ihr wollt selbst Grafiken für eure Homepage oder soziale Netzwerke zu aktuellen Themen bei euch vor Ort erstellen? Oder Flyer drucken? Dann haben wir was für euch. Wir haben Vorlagen erstellt die ihr einfach nutzen könnt. Ihr findet sie unter: http://gruene-jugend-nrw.de/werde-aktiv/starthilfe/

Herbstakademie
Unsere Herbstakademie findet vom 5.-9. Oktober statt. Dennoch ist es wichtig, dass ihr euch schon jetzt anmeldet, damit ihr zum einen noch einen Platz bekommt und zum anderen wir Planungssicherheit haben und die Herbstakademie stattfinden kann. Infos und ein Anmeldeformular findet ihr hier:http://gruene-jugend-nrw.de/herbstakademie/

 

Grüne Jugend Haushalte
Habt ihr Fragen oder Probleme mit euren Haushalten? Unser Schatzmeister Tim hilft gerne. Ihr erreicht ihn unter tim.achtermeyer@gruene-jugend-nrw.de

Kommunale Haushalte
Haushalte planen ein oder zwei Jahre die Ausgaben der Kommune. Also die Existenz von Freibädern, Theatern, Jugendzentren und Sportplätzen. Daher ist es für eure Politik vor Ort nicht unwichtig, diesen zu verstehen, damit man ihn ändern kann. Unser Schatzmeister Tim kommt gerne vorbei, erklärt euch die Systematik und steht für Fragen bereit. Ihr erreicht ihn unter tim.achtermeyer@gruene-jugend-nrw.de

QueerfeminismusAwareness/Achtsamkeit im Verband sowie Veganismus
Unsere Beisitzerin Tascha steht immer gerne bei Fragen und Diskussionsbedarf bezüglich der Themen QueerfeminismusAwareness/Achtsamkeit im Verband sowie Veganismus zur Verfügung. Sie kommt auch gerne zu euren Aktiventreffen, um vor Ort mit euch zu sprechen.natascha.benayas.delgado@gruene-jugend-nrw.de

Klimaschutz
Wenn ihr Fragen zum Klimaschutz, oder zum Klimawandel habt, oder bei euch in der Kommune viele meinen, dass es den Klimawandel nicht gibt, oder Menschen eh keinen Einfluss darauf haben, dann könnt ihr euch an unseren Sprecher Sebastian wenden. Er kommt gerne auch mal in eurer Basisgruppe vorbei, egal ob für Aktionen oder Diskussionen über Klimaschutz oder Energiepolitik. Erreichen könnt ihr ihn per Mail anSebastian.Klick@gruene-jugend-nrw.d

 

+ ENDE GELÄNDE! Aktionstrainings +

Der Folgende Text ist eine Anfrage von Ende Gelände, einem Bündnis zahlreicher Gruppen aus der Anti-Kohle- und Anti-Atom-Bewegung, die wir euch gerne weiterleiten, da sie sich an Basisgruppen richtet.

Es geht dabei um Trainings für die geplant Aktion im Rahmen des Klimacamps im Rheinland.

Die Aktion soll so durchgeführt werden, dass dass sowohl erfahrene als auch unerfahrene Protestierende gut eingebunden sind. Es wird auch die Möglichkeit geben, an einer angemeldeten Demo teilzunehmen. Also können auch Minderjährige und Unerfahrene gut mitmachen. Die Erfahrung zeigt: je mehr Menschen sich gut auf die Aktion vorbereitet sind, desto erfolgreicher

ist die ganze Gruppe. Ein gut vorbereiteter Kern strahlt seine Ruhe und Entschlossenheit auf die aus, die spontan hinzukommen.

 

Was Ende-Gelände sich von euch wünschen würde:

* Ihr kündigt das Aktionstraining bei Euch vor Ort an.

* ihr kommt, wenn ihr könnt, für Fahrtkosten und Honrar auf. Dafür könnt ihr auch Geld aus dem Basisgruppenfördertopf beantragen.

* ihr organisiert einen ausreichend großen Raum für das Training (ein halbwegs großer Gruppenraum reicht) und unterstützt wenn möglich mit Moderationsmaterial.

 

Was was von Ende Gelände geplant wird:

Sie

* führen das Training selbst durch oder finden eine*n Trainer*in aus ihrem Umfeld, der/die es durchführt

* informieren campact. Die werden auf Trainings, die ab dem 20.6. stattfinden, ihre Newsletterabonnent*innen in Eurer Stadt hinweisen. Dadurch werden wir Teilnehmende für das Training gewinnen

 

Was passiert in dem Training?

Ziel des Trainings ist es, dass sich Menschen, die am 14.-16.8. an der massenhaften Blockade eines Braunkohletagebaus im Rheinland beteiligen wollen, sich optimal darauf vorbereiten. Es sind selbstverständlich auch die eingeladen, die noch nicht genau wissen, ob eine Blockade das

Richtige für sie ist.

Wir werden in dem Training die Kernelemente einer erfolgreichen Blockade vermitteln und einüben. Wir werden Bezugsgruppen bilden, Kommunikation in den Gruppen und in der gesamten Aktion üben, uns darauf vorbereiten, wie wir ruhig und entschlossen zum Blockadeort gelangen und wie wir uns dort einrichten. Dazu gehören Übungen zum Umgang mit der Polizei und die Vorbereitung auf Räumungssituationen. Auch juristische Fragen werden besprochen.

Das Aktionskonzept von Ende Gelände wird vorgestellt, ebenso die speziellen Gegebenheiten vor Ort. Das Konzept sieht vor, dass die Aktion an mehreren Orten stattfinden wird, im Tagebau, in der Nähe der Abbruchkante, bei einer angemeldeten Demonstration. Bei dem Training können die Teilnehmenden für sich poder in ihren Bezugsgruppen klären, welches der geeignete Ort für sie ist – auch mit Blick auf mögliche juristische Konsequenzen.

Ihr habt Interesse?

Dann wendet euch per Mail an Marianne von Ende-Gelände: m.koch@jpberlin.de